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Bundesliegenschaften auf Sylt : Lists O-Heim und Hörnums Hafen: Wann wird verkauft?

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Zwei bundeseigene Grundstücke in prominenter Lage: Beim Verkauf des Hörnumer Hafens heißt es weiter warten, beim Lister O-Heim startet bald Bieterverfahren

shz.de von
erstellt am 07.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Der Hörnumer Hafen und das Offiziersheim in List sind zwei Sylter Liegenschaften, die in 2014 einen neuen Besitzer suchen. Doch was aus den Immobilien in bester Lage wird, ist noch unsicher.

Bereits im vergangenen Jahr war über die Zukunft des Hafens im Inselsüden viel spekuliert worden: Nachdem die Gemeinde Hörnum von zwei weiteren Kaufinteressenten, den Muschelfischern und einer Käufergemeinschaft der Familien Ebert und Reeder Sven Pauslen überboten worden war, zog sich die Kommune aus dem Bieterverfahren zurück. Kurz darauf fror die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), die den Immobilienverkauf für den Bund organisiert, den Verkauf des Hafens ein. Die Mängel an den Hafenanlagen, die bereits in der Ausschreibung aufgeführt waren, schienen noch größer zu sein, als bisher vermutet. Es folgten umfangreiche Ausbesserungsarbeiten unter und oberhalb der Wasserlinie: „Wir haben Bleche vor die maroden Molen geschweißt“, sagt Christina Ruddeck, Amtsleiterin des Wasser- und Schifffahrtsamtes Tönning (WSA), das die Hafenanlagen für das Land verwaltet. „Noch bis in den November 2013 sind diese Arbeiten durchgeführt worden.“

Nun wurde bekannt, dass sich der Verkauf des Hörnumer Hafens vorerst auf unbekannte Zeit verschieben wird. Der Grund: Die Molen gehören dem Land Schleswig-Holstein und werden von der Wasser- und Schiffahrtsverwaltung betreut, doch die Wasserfläche im Hafenbecken gehört noch immer dem Bund. Das Problem: „Wir können nicht nur die Molen verkaufen“, erklärt der zuständige BImA-Bereichsleiter Raymund Karg. „Da gibt es noch viel rechtlichen Abstimmungsbedarf, damit wir da eine Lösung zwischen Land und Bund finden.“ Natürlich steigen mit jedem Tag die Investitionskosten für das 33 000 Quadratmeter große Hafenareals. „Für jeden zukünftigen Besitzer wird das ein Riesenproblem“, weiß auch Karg. „Uns sind die Hände gebunden.“ Die Kosten für eine nötige Grundinstantsetzung wurden vom WSA bereits vor einem Jahr auf etwa fünf Millionen Euro geschätzt.

Während im Sylter Süden der Hafen rottet und auf einen Käufer wartet, soll das ehemalige Offiziersheim im Inselnorden nun zügig unter den Hammer kommen. Die Immobilien sind dabei grundverschieden: „Es gibt großes Interesse“, berichtet Raymund Karg. „Bereits im Vorfeld sind viele Interessenten an uns herangetreten.“ Die Eröffnung des Bieterverfahrens sei nun für die nächsten Wochen vorgesehen. Dies ist auch der letzte Stand von Lists Bürgermeister Wolfgang Strenger: „Die Immobilie hat lange vor sich hin geschmort und es ist gut, dass hier jetzt wieder Bewegung entsteht.“

Die hohe Zahl von Interessenten darf dabei nicht darüber hinwegtäuschen, dass für das O-Heim strenge Nutzungsbeschränkungen herrschen, die nach Aussage von Strenger auch in Zukunft nicht gelockert werden sollen: „Eigentumsbildung schließen wir aus. Nur die touristische Nutzung ist erlaubt.“ Für Wolfgang Strenger habe sich daher bereits jetzt ein Wunschkandidat als Käufer herauskristallisiert. „A-Rosa hat Interesse gezeigt. Der Wunsch des Unternehmens geht in Richtung größere Suiten für Kunden, die eigene Angestellte wie Kindermädchen mitbringen möchten.“

Welchen Preis Hafen und ehemaliges Offiziersheim einspielen werden, ist bisher noch unklar. Doch in beiden Fällen wird der Kaufpreis im Millionenbereich liegen.

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