zur Navigation springen

Große Verabschiedung auf Sylt : Lists Bürgermeister Strenger wird mit fulminanter Party verabschiedet

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Pom Poms zum Abschied: Mit einer Helene-Fischer-Interpretation und warmen Worten wurde Lists Bürgermeister Wolfgang Strenger aus dem Amt gesungen und gefeiert.

Ein Schwimmtier, eine personalisierte Torte, die Ehrenmitgliedschaft in der Feuerwehr: Diese Auswahl dreier sehr unterschiedlicher Geschenke, die Wolfgang Strenger am Dienstagabend im Lister Erlebniszentrum Naturgewalten überreicht bekam, zeigt, wie unterschiedlich, aber gleichermaßen positiv der Bürgermeister im Inselnorden wahrgenommen wurde. Das vielleicht schönste Geschenk, das Strenger nach fast zehn Jahren im Amt an diesem Abend erhielt: Der schwung- und liebevolle Auftritt des für diesen Anlass extra gegründeten Gemeindechors. Gemeindevertreter, Mitarbeiter der Kur- und der Gemeindeverwaltung gaben vor den gut 200 Gästen Stücke von den Toten Hosen, Helene Fischer und Chris Roberts zum Besten – mit Texten, die auf den scheidenden Bürgermeister umgedichtet worden sind, versteht sich. Besonderes Augenmerk richtete sich dabei auf den örtlichen Kurdirektor, der – mit blonder Perücke und Federboa ausgestattet – seinem Bürgermeister eine Helene-Fischer-Performance bot.

Neben dieser Einlage brachten zahlreiche politische und gesellschaftliche Vertreter der Insel Wolfgang Strenger in Grußworten ihre Ehrerbietung dar. Den Anfang machte sein Nachfolger Ronald Benck, der erst einmal gestehen musste, dass er sich noch daran gewöhne, dass auf einmal er auf der Bühne stehe und Strenger im Publikum sitze. „Ich bin stolz, dass ich fast zehn Jahre Deinen politischen Weg als Dein Stellvertreter begleiten durfte“, sagte Benck, „dabei waren wir nicht immer einer Meinung, aber haben Differenzen immer sportlich und kollegial ausgetragen.“ Auch Matthias Strasser, der Leiter des Erlebniszentrums Naturgewalten, lobte das positive Miteinander mit Strenger: Er habe die Entwicklung seines Hauses immer positiv begleitet. „Du bist der Vater dieses Hauses, ohne Dich würde es das Erlebniszentum nicht geben.“

Holger Bönisch (FWG) freute sich über die vielen Gäste, die den Weg zur Abschiedsfeier gefunden hatten und spielte scherzhaft auf die etwas zögerliche Verabschiedung Strengers aus dem Amt an: „Ich glaube nicht, dass sie alle nur gekommen sind, um zu sehen, ob Du auch wirklich gehst.“ Bönisch erinnerte an das langjährige politische Engagement des 73-Jährigen: „Du warst der Motor dieses Ortes, für die Realisierung vieler großer Vorhaben bist Du verantwortlich.“ Rolf Speth, Amtsdirektor und Bürgermeister Hörnums, beschäftigte sich derweil mit der Frage, warum sich der Inselnorden mit dem Inselsüden so gut versteht: Ob es nun an gemeinsamen Zwisten mit der Großgemeinde Sylt läge, oder an den ähnlichen Problemen mit Land, Bund und Kreis, das ließ Speth offen. Wichtig sei nur eins: „Sie haben immer wie ein Kollege gearbeitet.“

Die ehemalige Bürgermeisterin der Gemeinde Sylt, Petra Reiber, fasste Strengers Engagement in warmen Worten zusammen, die in der Aussage gipfelten: „Du warst der Papa der Gemeinde List“.

Strenger selbst dankte den Gästen und seiner Frau Christa, mit der er nun mehr Zeit verbringen könne: „Du hast mich immer unterstützt und mir geholfen.“ Nun freue er sich auf die gemeinsame Zeit. Dass er sich aus dem politischen Leben der Insel trotzdem nicht ganz zurückziehen werde, machte er gleichsam deutlich: „Ich werde zu allen Jahresempfängen kommen.“

 

 

zur Startseite

von
erstellt am 08.Okt.2015 | 13:53 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen