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Flughafen Sylt : Letzter Abflug für Air Berlin

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Insolvente Fluggesellschaft stellt Linienbetrieb am 28. Oktober ein / Peter Douven: Keine Arbeitsplätze in Gefahr

von
erstellt am 13.Okt.2017 | 04:48 Uhr

Zwei Wochen noch, dann endet der Linienflugbetrieb auf dem Sylter Flughafen. Die insolvente Air Berlin, die bislang als einzige Fluggesellschaft noch eine tägliche Verbindung nach Düsseldorf angeboten hat, stellt voraussichtlich am 28. Oktober den Betrieb ein. Ein herber Einschnitt für den Flughafen – Air Berlin hat die meisten Starts und Landungen auf dem Tinnumer Flugfeld.

Im vergangenen Jahr hätten Air-Berlin-Passagiere mit 83 Prozent den Löwenanteil an den Sylter Fluggästen ausgemacht, erläuterte Flughafen-Chef Peter Douven unserer Zeitung. Im laufenden Jahr sei dieser Anteil auf 66 Prozent geschrumpft, weil andere Fluggesellschaften ihr Angebot nach Sylt ausgeweitet haben.

Allerdings sei es definitiv zu früh, jetzt schon Konsequenzen aus dem Verkauf von Air Berlin beurteilen zu können. Zunächst müssten die Käufer konkrete Pläne ausarbeiten, und da seien „die Volumenmärkte im Warmwasserbereich“ vorrangig, sprich im Süden. „Erst dann kommen wir ins Spiel, auch wenn natürlich bereits seit geraumer Zeit Kontakte bestehen und Möglichkeiten ausgelotet werden.“ Die Sylter verhandeln also offenbar auch mit anderen Fluggesellschaften über neue Verbindungen.

Für den Flugplan 2018 zeichne sich bereits jetzt ab, dass die Lufthansa ihr Angebot aus Zürich und München nach Sylt verstärken wird und dass Eurowings aus Nordrhein-Westfalen fliegen wird. Rhein-Neckar Air werde Sylt von Mannheim aus anfliegen, Skywork aus Bern und Basel sowie die Swiss aus Zürich. Peter Douven erwartet für das kommende Jahr aber eine insgesamt geringere Sitzplatzkapazität. „Wir stellen uns auf einen Konsolidierungszeitraum von zwei Jahren ein – dann sollte die neue Grundmenge der Verbindungen und Kapazitäten erkennbar sein.“

Eine Winterpause sei für den Flughafen Sylt nichts neues, ergänzt Peter Douven. Bis auf den einen Flug pro Tag aus Düsseldorf wurde der Linienverkehr ab Ende Oktober ohnehin schon immer weitgehend eingestellt. „Am Erhalt der Winterverbindung arbeiten wir.“ Grundsätzlich werde der Personaleinsatz ab Ende Oktober zurückgefahren. „Dann werden Mehrstunden und Urlaube genommen oder unverzichtbare Aus- und Fortbildungen durchgeführt.“ Arbeitsplätze, stellt Douven klar, „sind bei uns nicht in Gefahr. Wir sind schon immer sehr sparsam aufgestellt.

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