Bayerische Feier auf der Insel Sylt : Lederhosen, Leberkäs und Schuhplatteln im Tinnum

O’zapft ist: Die Mitglieder des Dorfvereins Tinnum freuten sich auf einen geselligen Tag.

O’zapft ist: Die Mitglieder des Dorfvereins Tinnum freuten sich auf einen geselligen Tag.

Das fünfte Tinnumer Wiesenfest mit der Kapelle „Argeter Musi“ sorgt für zünftige bayerische Atmosphäre auf der Insel.

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08. September 2019, 16:43 Uhr

Dirndl statt Friesennerz, Weißwürste statt Schollenfilet: Zünftig bayerisch ging es am Wochenende beim fünften „Tinnumer Wiesenfest“ zu. Hatte es noch am Tag zuvor in Strömen geregnet, so freuten sich Veranstalter und Gäste über viele Sonnenstunden, die nur am Abend von einem kräftigen Schauer abgelöst wurden.

„Viele Helfer sind heute auf den Beinen. Der Feuerwehr, dem Förderverein der Boy-Lornsen-Schule, der Familie Dau und allen anderen gilt unserer besonderer Dank“, betonte der Dorfverein-Vorsitzende Siggi Engel bei der Eröffnung. Raphael Ipsen dankte als Vorsitzender des Ortsbeirats seinerseits: „Der Dorfverein hält unser Dorf mit Veranstaltungen wie dieser zusammen.“

Der Dorfverein hält unser Dorf mit Veranstaltungen wie dieser zusammen. Raphael Ipsen, Vorsitzender des Ortsbeirats
 

Und dann stimmte die Kapelle „Argeter Musi“ auch schon kräftig an. Einen Tag zuvor waren die 15 Musikerinnen und Musiker aus der Nähe von München nach zwölfstündiger Busfahrt angereist. Von Sylt selbst bekamen die bayerischen Gäste indes nicht allzu viel zu sehen – „zumindest meine Frau wird nachher den Strand besuchen“, tröstete sich etwa Konrad Aichler.

Blau-weiße Tischdekorationen, Leberkäs, Brezeln und Oktoberfestbier, dazu als Garnitur Alphornmusik und Schuhplatteln – die Sylter bewiesen bis zum Ende um Mitternacht, dass sie ebenso zünftig feiern können wie die Süddeutschen. Und dafür hatte sich mancher Besucher passend gedresst – Bürgermeister Nikolas Häckel und Tinnums Pastor Ingo Pohl etwa gaben mit ihren Lederhosen eine gute Figur ab.

Ich habe schon mehrfach Urlaub in Bayern gemacht und liebe den Dialekt. Michael Künzel, Dorfverein Tinnum
 

Auch Michael Künzel vom Dorfverein Tinnum genoss das blau-weiße Treiben sichtlich: „Ich habe schon mehrfach Urlaub in Bayern gemacht und liebe den Dialekt. Da könnte ich unseren Gästen heute den ganzen Tag zuhören.“

Neben den bayerischen Akzenten gab es auf dem Areal neben dem Campingplatz auch noch einiges anderes zu erleben.

Bei einem Flohmarkt warteten Bekleidung, Spielzeug, Bücher und vieles andere mehr auf Abnehmer und bei einer großen Tombola viele Preise auf ihre Gewinner, während es beim Bull-Riding galt, mühsam die Balance zu wahren, und am Abend die westfälische Partyband „Butta bei de Fische“, die bereits im vergangenen Jahr ausgiebig  für Stimmung sorgte, dem Publikum nach Kräften einheizte.

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