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Sylter Rundschau

18. August 2017 | 20:31 Uhr

Leder, das die Welt bedeutet

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Rund 1000 Biker werden zum großen Harley-Treffen auf der Insel erwartet / Sylter Fahrer erzählen, welche Klamotten angesagt sind und was man nicht tragen sollte, wenn man eines der Kulträder besteigt

Motoren hallen durch die Straßen von Westerland, es knattert und dröhnt. Die Harleyfahrer sind wieder auf der Insel, heute startet die 19. „Harley-Davidson Summertimeparty Sylt 2016“ – rund 700 Biker werden bis Sonntag auf der Nordsee-Insel erwartet. Die ersten Begeisterten sind schon Tage vor Beginn der großen Party, zu der das Sylt-Chapter an diesem Wochenende einlädt, auf die Insel gekommen. Welche Klamotten sind angesagt und was sollte man niemals tragen, wenn man auf einer Harley sitzt? Was sind die Trends bei Fans der chromblitzenden Maschinen? Und was ist das besondere am Harley-Treffen auf Sylt?

„Lederjacken im Used-Look sind sehr begehrt“, sagt Sylt-Chapter-Vorstandsmitglied Michael Knote. In seinem Laden in Westerland verkauft er Harley-Bekleidung und Accessoires. Ein großes Thema seien außerdem die T-Shirts – weltweit: „Jeder Harleyfahrer bringt sich welche mit, wenn er irgendwo unterwegs ist“, sagt der Sylter Biker. Wichtig sei es, dass die Klamotten funktionell sind, aber nicht so aussehen, als wenn man gerade vom Bike gestiegen ist. „Man soll in den Klamotten auch in ein Café gehen können, ohne sich unwohl zu fühlen“, sagt er. Die Outfits sollen so wirken, als sei man darin schon ein Mal um die Welt gefahren, obwohl sie neu sind: „Sie müssen einfach Geschichten erzählen“, sagt Knote. Bei Frauen seien fahrtaugliche Hosen – wie abgeriebene Jeans – sowie Nieten und Glitzer angesagt. Männer zögen sich gern rockig an: Silberne Ringe unterstützen hier den typischen Look, mit Lederjacke, Vintageshirt und Lederstiefeln. Schwarz sei hier die beherrschende Farbe – unabhängig vom Geschlecht.

Eher unpraktisch auf dem Bike seien Shorts, Kleider sowie loses Schuhwerk. „Man braucht festen Halt, sonst rutscht man weg und klemmt sich unter der schweren Maschine ein Bein ein.“ Ansonsten gelte jedoch: „Man trägt was gefällt und drückt dadurch seine Individualität aus“, sagt der Experte.

Das sieht auch Martina Rehahn so: Eine „anständige Kopfbedeckung“ ist für die Harley-Fahrerin aus Hannover am wichtigsten, damit „die Haare ordentlich aussehen, wenn man den Helm abnimmt“, sagt die 54-Jährige. Für ihren Mann Rüdiger (56) ist eine verstärkte Spezial-Jeans ein unverzichtbares Mode-Utensil. Steffi Stahl aus Bremen liebt auffällige Accessoires: Neben Ketten, Kopftuch und Glitzergürtel trägt sie auch einen breiten Nierenschutz. „Den habe ich mir selbst an die Hose genäht, weil die Motorradhosen immer so knapp sind und das war mir zu kalt auf dem Bike“, sagt die 49-Jährige, die seit 16 Jahren Harley fährt.

Das Sylt-Chapter lädt jedes Jahr zu seinem traditionellen Harley-Davidson-Treffen auf die Insel. Es wurde im Juni 1996 als offizielles Harley-Chapter gegründet – derzeit besteht es aus 40 Mitgliedern und fünf Ehrenmitgliedern. Organisiert wird das Treffen auf freiwilliger Basis, unterstützt von vielen Sponsoren. Knote rechnet in diesem Jahr mit 700 Motorrädern und rund tausend Teilnehmern, die eigens aus ganz Deutschland sowie aus Dänemark, Österreich und der Schweiz anreisen. Die Biker treffen sich am Freitag traditionell rund um Knotes Geschäft in der Elisabethstraße: Von 10 bis 17 Uhr soll dort die Mainstreet Party gefeiert werden.

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erstellt am 03.Jun.2016 | 10:39 Uhr

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