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Erste Hilfe : Lebensretter im Handtaschenformat

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

An immer mehr Orten auf der Insel sind Defibrillatoren für die Erste Hilfe bei Herzinfarkten verfügbar und haben bereits Leben gerettet.

von
erstellt am 05.Sep.2013 | 00:33 Uhr

Mehr als 50 000 Menschen sterben in Deutschland jährlich an einem Herzinfarkt. Vor dieser Todesursache ist man auch im Urlaub nicht gefeit – doch dank einer stetig wachsenden Zahl von Defibrillatoren, die auf Sylt an den unterschiedlichsten Standorten für jeden Ersthelfer frei zugänglich sind, sind die Chancen deutlich gestiegen, einen plötzlichen Infarkt zu überleben.

Ob Schulzentrum oder Kurverwaltungen, Sylt-Stadion oder Westerländer Freizeitbad – an vielen öffentlichen Stätten auf der Insel sind mittlerweile Defibrillatoren vorhanden, die auch Laien bedienen können: Dank Display und Sprachausgabe wird das Vorgehen – der Einsatz von Elektroschocks in Kombination mit manueller Herzdruckmassage und Beatmung – von den Geräten schrittweise genau erläutert.

Besonders vorbildlich ist die Situation an Sylts Stränden: „Alle 33 Rettungsschwimmerstände zwischen Hörnum und List verfügen über Defibrillatoren. Gerade am Strand, wo sich große Menschenmassen ballen, ist dies besonders wichtig“, betont Karl-Heinz Kroll, Geschäftsführer des DRK Westerland.

Erst kürzlich sei am Kampener Strand einem älteren Mann durch den Einsatz eines Defibrillators das Leben gerettet worden: „Der Mann war beim Volleyballspielen plötzlich zusammen gebrochen und konnte von den Rettungsschwimmern zügig wiederbelebt werden, bevor ihn unser Notarzt weiter versorgte“, berichtet Kroll. Zu Beginn einer jeden Saison weist Lehr-Rettungsassistent Sven Rudolf alle Rettungsschwimmer in den Gebrauch der Defibrillatoren und anderer Hilfsmittel ein; im Winter werden die Notfall-Rucksäcke dann beim DRK gewartet.

Als einziges auf Sylt ansässiges Unternehmen vertreibt die Firma Maack Feuerschutz Defibrillatoren – Frank Zahel resümiert, dass die Nachfrage nach den lebensrettenden Geräten wachse: „Immer mehr Unternehmer setzen auf das Plus an Sicherheit. Die Bandbreite der Kunden ist breit gefächert, reicht vom Hotel „Miramar“ bis hin zum „Vodafone“-Store.“

Wie ein Defibrillator funktioniert, das können Interessenten am 16. September sehen: Die Ärzteschaft der Nordseeklinik wird dann mit einem Infostand an der Westerländer „Wilhelmine“ Präsenz zeigen, Frank Zahel stellt für den Aktionstag zwei Vorführgeräte zur Verfügung.



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