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Wählergemeinschaft : Lars Schmidt glaubt weiter an die Insel-Liste

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

In einer offenen Erklärung äußert sich der erste Vorsitzende der Insel-Liste Lars Schmidt zu den jüngsten Vorwürfen. Er glaubt weiter an die Zukunft der Insel-Liste.

„Es ist kein glückliches Bild, das wir genau ein Jahr nach der Kommunalwahl, im Moment abliefern“ gesteht Lars Schmidt, der 1. Vorsitzende der Insel-Liste zukunft.sylt. In einer offenen Erklärung zu den Auseinandersetzungen um die 2. Vorsitzende Katinka Gosselaar und zur Kritik seiner Führungsfähigkeiten zeigt sich Schmidt intern jetzt weitgehend kompromissbereit, und geht stattdessen lieber auf politische Konkurrenten wie die Piraten und auch auf die Presse los.

Wie berichtet, fordern einige Mitglieder der Wählergemeinschaft, dass Gosselaar aufgrund diverser persönlicher Verfehlungen „sofort, freiwillig und bedingungslos“ ihren Rücktritt von allen Parteiämtern erklärt und auch ihr Mandat in der Gemeindevertretung niederlegt. Lars Schmidt wird ein „Taktieren und Protegieren von Frau Gosselaar“ vorgeworfen, möglicherweise komme es zu einer Abstimmung über den Posten des 1. Vorsitzenden und zur kompletten Neuwahl des Vorstandes, so die Widerständler. Die formalen Voraussetzungen einer dafür erforderlichen außerordentlichen Mitgliederversammlung seien derzeit jedoch nicht gegeben, sagte Schmidt auf Nachfrage.

Der Vorsitzende von zukunft.sylt hält es zwar für einen Fehler, dass die Vorgänge aus den eigenen Reihen öffentlich gemacht wurden, gibt sich ansonsten aber versöhnlich: „Es war vollkommen klar, dass unsere politischen Mitbewerber jetzt das erste Mal eine Chance wittern, unsere Inselliste zu kapern, um am Ende mit guter Brise in ihren eigenen Hafen zurückzuschippern.“ Er sei davon überzeugt, so Schmidt weiter, dies hätten diejenigen Mitglieder, die auf interne „Missstände“ hinweisen wollten, nicht beabsichtigt. Die politischen Gegner und auch die Sylter Rundschau würden alle bisherigen Erfolge seiner Partei als „populistisch“ bezeichnen und „uns damit verunglimpfen“, behauptet Schmidt. Aber als einzige politische Kraft könne seine Wählergemeinschaft von sich behaupten, die Interessen der Insulaner am besten zu vertreten. „Deswegen wurden wir in Fraktionsstärke aus dem Stand ins Rathaus gewählt. Nicht die Piraten. Ob das allen anderen im Rathaus nun passt oder nicht.“ Damit greift er unverhohlen Christian Thiessen von der Piraten-Partei an, der sich vorstellen kann, künftig mit der Inselliste eine Fraktion zu bilden – allerdings nur ohne Schmidt und Gosselaar. Lars Schmidt glaubt noch immer an die Kraft zur Erneuerung seiner Partei, möglicherweise jedoch mit Opfern: „Wo gehobelt wird, fallen auch Späne“, sagt er abschließend. „Vielleicht ist uns intern genau das gerade passiert; vielleicht trennt sich jetzt die Spreu vom Weizen. Aber egal, was passiert, wir haben es selbst in der Hand!“

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