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Mit Video : Landverlust an der Hörnum-Odde: Hier nagt Sturm „Nils“ an Sylt

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die Südspitze Sylts droht abzubrechen. Orkantief „Nils“ hat der Hörnumer Odde nun wieder stark zugesetzt.

Hörnum | Frische Abbrüche, Wellen, die gegen die Dünen knallen und immer größere „Seen“ auf der Odde selbst: Die Hörnumer Südspitze gab Montagnachmittag ein trauriges Bild ab. Kurz vor dem zweiten Hochwasser zeigte sich, wie sehr sich der blanke Hans die Sylter Südspitze schon einverleibt hat. Orkantief „Nils“, das bis Sonntagabend über die Insel brauste, sorgte mit dafür dass Schaulustige live mitverfolgen konnten, wie eine Naturlandschaft immer kleiner wird. An der äußersten Südspitze sorgen nur noch wenige Meter Strand dafür, dass sich hier noch keine kleine Insel gebildet hat.

Seit Jahren schlagen Naturschützer Alarm, weil sie das Ende der Odde befürchten. Vor allem die Verlagerung der Tetrapoden an die Westküste vor Hörnum Anfang 2014 erntete massive Kritik, weil starke Strudel, die sich am Ende der Tetrapoden bilden, den Sand der Düne immer weiter abtragen. Aus Sicht des Landesbetriebs steht der Schutz der Odde allerdings nicht im Fokus – dort geht es lediglich darum, die Hörnumer Ortslage zu schützen. Dass die Natur die Odde neu formen wird, wird dort als gegeben hingenommen.

Aber nicht nur an der Odde hat der bis zu 133 km/h schnelle „Nils“ seine Spuren hinterlassen: An der Sylter Ostseite standen auch Montagvormittag noch die Wiesen unter Wasser. Für die Inselwehren war es dennoch einer der harmloseren Herbststürme. Zwar mussten sie mehrfach wegen loser Dachziegel oder lockeren Baugerüsten ausrücken, die vorangegangene Nacht verlief aber fast einsatzfrei.

 

Auch in den kommenden Tagen sollte die Lage auf Sylt entspannt werden. Erst zum kommenden Wochenende ist wieder stürmischer Wind vorausgesagt.

 

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erstellt am 30.Nov.2015 | 17:40 Uhr

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