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Ein Gefühl von Freiheit : Landschaftsmaler Lars Wiggert zeigt seine Werke auf Sylt

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Der auf Sylt geborene Wiggert präsentiert anlässlich seines 20-jährigen Künstlerjubiläums einen Querschnitt seines bisherigen Schaffens.

Anlässlich seines 20-jährigen Künstlerjubiläums präsentiert der auf Sylt geborene Landschaftsmaler Lars Wiggert noch bis zum 20 Juni einen Querschnitt seines bisherigen malerischen Schaffens in der Galerie im Hotel Roth in Westerland. Der weite Horizont, der sich den Syltern mit dem Blick in die Landschaft zeigt, bildet einen Schwerpunkt dieser Ausstellung. „Meine Herkunft hat ein Stück weit vorbestimmt, dass das Landschaftserleben in den Fokus meiner malerischen Arbeit treten sollte“, sagt Wiggert über seine Bilder, „Die Landschaftsmalerei, so wie ich sie sehe, eignet sich in besonderer Weise dazu, Stimmungen und Seinszustände in den Naturerscheinungen auszudrücken. Letztlich geht es mir darum, meinem Freiheitsempfinden einen künstlerischen Ausdruck zu geben.“

Lars Wiggert, 1966 in Westerland geboren, verbrachte die ersten zwanzig Jahre seines Lebens auf der Insel Sylt. Nach dem Studium der Volkswirtschaft in Göttingen ließ er sich in Hamburg nieder. Die Landschaften des Nordens bilden seit nunmehr 20 Jahren den Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit. „Die schleswig-holsteinische Landschaft hat sich vom einstmals wilden Norden in eine von Menschenhand überführte Kulturlandschaft verwandelt. Aber es gibt noch Naturräume, die weitgehend ursprünglich geblieben sind. So ist es eine hoffnungsvoll stimmende Erfahrung für mich, dass jene Landstriche auf Sylt, aus denen ich poetische, meine Malerei inspirierende Kräfte erfahre, über die Jahrzehnte weitgehend unverändert geblieben sind“, erklärt Wiggert. „Das Landschaftserleben ist noch genauso unvergleichlich schön wie damals, als Watt- und Dünenlandschaften und der weite Himmel meine Heimat waren.“ Die besondere Lage der Insel, ihre Isoliertheit, als handelte es sich um ein exterritoriales Gebiet,seien für den Künstler ein weiterer Grund dafür, dass er, ab dem Moment, wo die Bahn den Hindenburgdamm überquert, eine besondere Empfänglichkeit in sich wahrnimmt. „Ganz ähnlich scheint es Christine Bolien zu gehen, als sie mir schrieb: ‚Was für ein außergewöhnlicher Seinszustand hier auf der Insel. Ich verschmelze gerade mit meiner Umgebung, bin das Möwengeschrei, der Dünensand, die Welle, der Horizont. Die Seele wird ganz friedlich‘“, sagt Wiggert und ergänzt: „Woran sollte sich die Landschaftsmalerei idealerweise entzünden, wenn nicht an diesen Seinszuständen? “. In seinem Ausstellungskatalog kommt auch der Sylter Markus Gieppner zu Wort. Über Wiggert sagt er: „In jedem seiner Bilder entdecke ich mich selbst als einen unsichtbaren Teil des Bildes, der mitten drin steht und genau das erlebt, was Lars dort malte – den Wind, die Wolken, den Geruch des Meeres, das Licht und die Farben, abseits des Offensichtlichen und Plakativen.“   

 

Die Ausstellung ist bis zum 20. Juni in der Galerie im Hotel Roth in Westerland, Strandstraße 31, zu besichtigen. Lars Wiggert wird täglich von 12 bis 18 Uhr anwesend sein. Zur Ausstellung erscheint ein reich bebildeter Katalog.

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erstellt am 16.Jun.2016 | 11:24 Uhr

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