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Fisch-Expedition : Lachs aus Alaska bald auch auf Sylt?

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Frische Zutaten gehören in der Küche des Sylter Sternekochs Alexandro Pape dazu. Wie der Fisch noch schneller vom Meer auf den Teller kommen kann, schaute er sich in Alaska an.

shz.de von
erstellt am 02.Jul.2008 | 08:25 Uhr

Munkmarsch | Wie kommt der Fisch am schnellsten vom Meer auf den Teller? Dieser Frage spürte Alexandro Pape direkt vor Ort nach - im fernen Alaska. Nach 7 000 Kilometern Flug inspizierte der Sternekoch vom Munkmarscher Fährhaus auf Einladung des renommierten Feinkost-Großhandels Rungis mit einer kleinen Reisegruppe - Sansibar-Küchenchef Dietmar Priewe, den Gastro-Einkäufern des Berliner KdW sowie zwei Chefeinkäufern von Rungis - die fischverarbeitende Industrie von Anchorage, der größten Stadt Alaskas.
"Unglaubliche Mengen Fisch werden da verarbeitet"

In sechs riesigen Fabriken sahen die Gäste aus Deutschland den Angestellten bei den verschiedenen Arbeitsgängen von der Warenannahme bis zur Filetierung über die Schultern. "Unglaubliche Mengen werden da täglich verarbeitet - allein in einer Fabrik bis zu 25 000 Kilo Fisch an einem Tag", staunte Pape.

Neben der Besichtigung ging es den Rungis-Managern wesentlich um die Einschätzung der Besucher bezüglich einer verstärkten Vermarktung von Alaska-Fisch: "Das Unternehmen erwägt einen Logistik-Stützpunkt in Anchorage", so die Manager.

Er selbst könne sich durchaus für den Bezug der hochwertigen Produkte in Gestalt von Schwarzem Kabeljau, Lachs und Heilbutt erwärmen, so Pape - allerdings nur unter der Maßgabe, "dass eine perfekte Logistik die Frische der Ware garantiert".
Pape griff zum ersten Mal in seinem Leben zur Angel

Natürlich wurden die verschiedenen Fischarten auch ausgiebig verkostet. Zur Verarbeitung zog Alexandro Pape selbst die Schürze an, um in einer Lodge zu kochen. Die knapp bemessene Freizeit wartete immerhin mit zwei Highlights auf: Überwältigend empfand die Gruppe das Whale Watching, und auf dem Kenai River griff Pape zum ersten Mal in seinem Leben zur Angel. Das mehrstündige Ausharren im Boot zahlte sich schlussendlich aus, als ein kapitaler Lachs mit einem Gewicht von 28 Pfund den Köder schnappte.

Nur mit einem mochte sich der Sylter Sternekoch nicht so recht anfreunden - mit der heimischen Gastronomie. "Wir haben einmal im besten Restaurant Alaskas gegessen - einfach grausam, so trocken und versalzen war der Fisch." Da mundete Alexandro Pape eine neue kulinarische Erfahrung doch weitaus mehr: Auf einem Straßenmarkt genoss er einen Hotdog - mit Rentierwurst.

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