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Entscheidungen : Kurhaus: "Vergleich ist greifbar nahe"

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Die Tagesordnung der Einwohnerversammlung und Gemeindevertretung Wenningstedt-Braderup für Mittwochabend in Kampen ist lang. Die Wiederholungswahl ist so gut wie beschlossene Sache und auch beim Thema Kurhaus gibt es eindeutige Signale.

Wenningstedt-Braderup | In Sachen Kurhaus-Pleite scheint sich nun sowohl für die Gemeinde als auch für den verhinderten Investor Herman Densch eine akzeptable Lösung abzuzeichnen. "Ein Vergleich ist in greifbare Nähe gerückt", sagte der Flensburger am Dienstag der Sylter Rundschau. Auf Wunsch von Bürgermeisterin Katrin Fifeik (Aktive Bürger) habe es in den vergangenen Wochen mehrere Gespräche zum Thema mit allen Beteiligten gegeben - "Gespräche auf gleicher Augenhöhe", wie Densch betonte. Nun müsse man abwarten wie sich die Gemeinderäte dazu am Mittwochabend positionieren.
Die Bürgermeisterin wollte sich dazu nicht äußern

Dass Gespräche zwischen beiden Parteien stattgefunden haben, bestätigte Katrin Fifeik gestern, gab sich allerdings bezüglich einer möglichen Einigung zurückhaltend: "Wir befinden uns hier in einem schwebenden Verfahren, als Bürgermeisterin kann und möchte ich dazu vor den beiden Sitzungen nichts sagen."

Etwa 1,85 Millionen Euro hatte Densch nach eigenen Angaben für die Projektentwicklung und Planung des umstrittenen Hotels samt Kurverwaltung und Ladenzeile auf dem Kliff gesteckt (wir berichteten). "Bei einem Vergleich bekämen wir weit weniger wieder", sagte Densch. Er könne damit aber leben. "Wir sind bereit mit der Gemeinde zu kooperieren, wollen keineswegs einen jahrelangen Prozess." Denn solange der Vertrag nicht aufgelöst sei, bleibe auch das Bauloch bestehen. "Das würde weder uns noch die Gemeinde zufrieden stellen."
Keine Angst vor einer Wiederholungswahl

Zufrieden indes zeigte sich die Bürgermeisterin mit den ersten vier Wochen der neuen Legislaturperiode. "Die Ausschüsse, die sich schon konstituiert haben, haben sofort ihre Arbeit aufgenommen. Ich hätte nicht gedacht, dass das so reibungslos funktioniert", sagte Fifeik, zumal eine richtige Übergabe seitens des alten Ortsparlamentes nicht stattgefunden habe.

Der entscheidende Tagesordnungspunkt wird Mittwochabend wohl die Entscheidung über eine Wiederholung der Kommunalwahl vom 25. Mai sein. Katrin Fifeik hält sich diesbezüglich ganz an die Worte von Oberamtsrat Joachim Rück: "Selbst wenn die Gemeindevertreter gegen eine Wiederholungswahl stimmen wollten, müsste ich sie als Bürgermeisterin anordnen." Auch die Kommunalaufsicht hatte schon festgestellt, dass es hier keinen Ermessensspielraum für die Gemeinde gebe.

"Wir haben alle rechtlichen Schritte geprüft und müssen das jetzt hinnehmen. Wenn jeder Bürger aus seinem Recht zu wählen eine Pflicht macht, ist uns vor einer Wiederholungswahl nicht bange", sagte Fifeik.

Einwohnerversammlung am Mittwochabend von 18 bis 19.30 Uhr; Gemeindevertretung 20 Uhr; beide Sitzungen im Kaamp Hüs in Kampen.


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erstellt am 23.Jul.2008 | 09:15 Uhr

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