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Kunst auf Sylt : Kunstausstellung zeigt Ölgemälde von Lars Wiggert

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Ausstellung „Dem Norden verhaftet“ läuft bis 11. Juni.

„Ihre Bilder bereichern für zwei Monate unsere Sparkasse“, so Clemens Raab, Regionaldirektor für den Privatkundenbereich bei der Nord-Ostsee-Sparkasse. Und Frauke Zucker, Regionaldirektorin für Firmenkunden, ergänzte: „Lars Wiggerts Bilder vermitteln ein Stück Heimat. Seiner Thematik ist er treu geblieben, aber er hat sich auch weiter entwickelt.“ So bei den Begrüßungsworten anlässlich der Ausstellungseröffnung „Dem Norden verhaftet“ am Donnerstagabend in der Westerländer Sparkasse mit insgesamt 46 Bildern (allesamt in Öl erstellt) des gebürtigen Sylters Lars Wiggert.

Die einführenden Worte im Ohr galt es, Wiggerts Werke in Augenschein zu nehmen. Dass der Norden, um mit Theodor Fontane zu sprechen, „ein weites Feld“ ist, darauf wies auch der Künstler hin. Er feiert im nächsten Jahr nicht nur seinen 50. Geburtstag, sondern auch sein zwanzigjähriges Malerjubiläum. Und kündigte an, dann auch malerische Impressionen aus Skandinavien zu präsentieren.

Die aktuelle Ausstellung allerdings umspannt schon jetzt ein breites geografisches Spektrum. Sie zeigt stimmungsvolle Motive, die von Hamburgs Außenalster über den holsteinischen Brahmsee, die Marsch bei Husum bis hin zu Klanxbüll und schließlich Sylt reichen. Die Werke verbindet allesamt Landschaftsimpressionen voller emotionaler Dichte und „nordischer Dramatik“, so Wiggert. Da zeigt sich etwa ein „Dünensee im Abendlicht“ mit einem immer noch glühenden Himmel, einem im gleißenden Licht liegenden See – umgeben von schwarzen, im Dämmerschein träumenden Dünenzügen. Das ist eine „aus dem Dunkel kommende Leuchtkraft“ (Wiggert), die den Betrachter bannt. Ach, die ihn geradezu verzaubert und in eine beinahe melancholisch anmutenden Nachdenklichkeit versetzen möchte. Verständlich, dass einem dabei die Literatur dieser Landschaft wie von selbst in den Sinn kommt. Und so wollen denn Zeilen des Husumers Theodor Storm mit diesen Bildern geradezu eine Symbiose eingehen, wenn sie (wie etwa in dem Gedicht „Meeresstrand“) von der „hereinbrechenden Dämmerung“ über den „feuchten Watten“ erzählen, über die sich der „Abendschein spiegelt“. Und weiter: „Graues Geflügel huscht neben dem Wasser her; wie Träume liegen die Inseln im Nebel auf dem Meer.“
Erstaunen beim „Sturmbläser (Promenade)“ – ob Frauke Zucker daran dachte, als sie von Wiggerts „Weiterentwicklung“ sprach? Erstmals fließt nämlich auf seinen Bildern Figürliches mit ein. Und er selbst bestätigt, das vorher „noch nie gemacht“ zu haben. Ähnliche Tendenzen auch beim „Sielzug bei Archsum“, der sich nicht nur in furioser Malweise und expressiven Farbtönen zeigt. Vielmehr scheint hier die „Grenze zur Abstraktion“ (Wiggert) erreicht worden zu sein.

Eine Ausstellung im ruhigen Wandelgang oberhalb des Foyers der Westerländer Sparkasse also, die nicht nur zur Entdeckungsreise unserer norddeutschen Heimat einlädt, sondern auch mit Entwicklungstendenzen im Schaffen des sowohl auf Sylt als auch in Hamburg beheimateten Künstlers vertraut macht. Aber auch (bei genügend Zeit und Muße) zu einer Herz und Sinne gleichermaßen ansprechenden Begegnung mit der Arbeit dieses vielversprechenden Talents verhilft.

Die Sparkasse, so Clemens Raab, freut sich darum auf viele Besucher innerhalb der bekannten Öffnungszeiten in ihren Räumen.Lars Wiggert selbst wird dort in der Zeit vom 27. - 30. April sowie vom 8. - 11. Juni persönlich anzutreffen sein.


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