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Sylter Rundschau

19. Oktober 2017 | 20:34 Uhr

Lahnungen : Küstenschutz auf der Wattseite

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Für 377 000 Euro wurden Lahnungen vor der Syter Küste von einem Fachbetrieb saniert.

shz.de von
erstellt am 27.Okt.2014 | 05:14 Uhr

Wenn eine Sturmflut aufläuft, sind die Schäden an der Sylter Westküste zumeist am augenscheinlichsten. Und auch beim Küstenschutz richtet sich der Fokus vorrangig auf den Schutz der Strände und Dünen.

Doch manchmal kommt das Meer durch die Hintertür. Am deutlichsten wurde dies, als das Wasser am 6. Dezember 2013 an der tiefsten Stelle Keitums in den Ort eindrang und mit Tausenden von Sandsäcken eilig eine Barriere aufgeschichtet werden musste. Umso zufriedener sind Manfred Uekermann und Peer Knuth vom Landschaftszweckverband Sylt, dass sämtliche Lahnungen in der Keitumer Bucht nun rechtzeitig vor der stürmischen Jahreszeit instand gesetzt wurden.

Die Sanierung der insgesamt zwölf Lahnungswerke mit einer Gesamtlänge von etwa zwölf Kilometern erstreckte sich über einen Zeitraum von vier Jahren und schlug mit 377 000 Euro zu Buche. „Sehr hilfreich war bei diesem Projekt die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb für Küstenschutz“, unterstreicht Uekermann. Für die Herrichtung der Pfahlreihen wurde ein Fachbetrieb aus Hattstedt beauftragt, der mit einem Schwimmbagger im Einsatz war. „Die Lahnungen sind ein wichtiges Element für den Schutz der Sylter Ostküste. Wie erfolgreich sie zur Vorlandgewinnung beitragen, kann man besonders deutlich an den Enden des Hindenburgdamms sehen“, erläutert Knuth.

Daher wurden in diesem Sommer auch sieben Lahnungen vor der Kampener Vogelkoje instand gesetzt, und im kommenden Jahr wird es weiter gehen: Dann werden die Lahnungen zwischen Kampen und Braderup in Angriff genommen.

Wie lange die Instandsetzung vorhält, lässt sich indes schwer einschätzen: „Das hängt vor allem von der Strenge der Winter ab, denn Eisgang sorgt schnell für Beschädigungen“, weiß Knuth.

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