Kreisel soll für Radler nachgebessert werden

Damit die Autos weiter außen - und damit langsamer - fahren müssen, soll um die Kreiselmitte  ein zusätzlicher Ring gemalt werden.  Foto: Reußner
Damit die Autos weiter außen - und damit langsamer - fahren müssen, soll um die Kreiselmitte ein zusätzlicher Ring gemalt werden. Foto: Reußner

Kreis Nordfriesland ordnet Markierung an, die Rad fahren im Kreisel sicherer machen soll

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20. Juli 2013, 04:59 Uhr

Wenningstedt | Beim neu gebauten Wenningstedter Kreisel soll in Sachen Sicherheit für Radfahrer nachgebessert werden. Die Sylter Rundschau hatte in ihrer Berichterstattung darauf hingewiesen, dass die Situation für Radfahrer schwierig ist - weil sie entweder im Kreisel Gefahr laufen, unter die Räder zu kommen, oder drei mal unter schwierigen Bedingungen die Straßenseite wechseln müssen, wenn sie aus der Braderuper Straße in die Hauptstraße fahren wollen.

Dass es Nachbesserungsbedarf gibt, findet auch Reiner Brudnitzki , Leiter des Tiefbauamtes - er hatte sich den vom Land gebauten Kreisel anders vorgestellt: "Zum einen habe ich vor Baubeginn darauf hingewiesen, dass die Verkehrsführung für die Radfahrer schwierig ist, wenn es nur an einer Seite des Kreisels eine Überquerungshilfe gibt. Außerdem war ich davon ausgegangen, dass das Land den Kreisel mit einem gepflasterten Innenring bauen wird. Dann hätten Radfahrer gefahrlos mit dem Autoverkehr durch den Kreisel fahren können."

Bei der Bauart, die Brudnitzki beschreibt, wird um die Mittelinsel des Kreisels ein weiterer, gepflasterter Ring gelegt. Dadurch müssen Autofahrer weiter außen fahren und werden so automatisch langsamer. Auf diesen gepflasterten Ring hat das Land beim Bauvorhaben in Wenningstedt allerdings verzichtet.

Nun soll dieser Ring im Nachhinein zumindest optisch hergestellt werden. Georg Gemkow, verantwortlich für die Verkehrssicherheit im Kreis Nordfriesland, hat angeordnet, dass um den Mittelteil des Kreisels ein Kreis gemalt wird, den Autofahrer nicht überfahren dürfen. So soll der Verkehr verlangsamt werden. Außerdem sollen Radfahrer zukünftig sowohl von Braderup, als auch von Wenningstedt kommend den Kreisverkehr mit nutzen dürfen. Für geübte Radfahrer, das zeigt eine Studie der Unfallforschung der Versicherer, ist es in einem Kreisverkehr nämlich am sichersten, wenn sie ihn gemeinsam mit den Autofahrern nutzen - sicherer als Radweg-Markierungen oder Überquerungshilfen.

Trotzdem rät Gemkow der Gemeinde Wenningstedt, eine weitere Querungshilfe in der Hauptstraße vor Feinkost Meyer zu bauen. Der gemeinsame Fuß- und Radweg auf der Nordseite der Hauptstraße sollte außerdem bis auf Höhe des Kreisels verlängert werden, findet Gemkow. So sollen auch Radfahrer, denen das Fahren im Kreisel nicht geheuer ist, halbwegs sicher um das Bauwerk herum kommen können.

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