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Sylter Rundschau

22. August 2017 | 00:25 Uhr

Bildung : Konzept: Eine "Schule für Sylt"

vom

Am morgigen Donnerstag berät der Schulverband um 17 Uhr im Forum erneut über die Zukunft der weiterführenden Schulen. Dabei wird ein Modell vorgestellt, von dem zwei der drei Schulen absolut überzeugt sind.

Sylt | Ist das das friedliche Ende der Diskussion um die Zukunft der Sylter Schulen? Dr. Wolf-Dietmar Stein, Konrektor der Realschule sowie die Leiter von Hauptschule und Gymnasium, Rüdiger Thomsen und Dr. Norbert Spahn haben ein Konzept mit dem Titel "Schule für Sylt" entworfen. Am Donnerstag wird es, wie das ebenfalls vorliegende Modell einer reinen Gemeinschaftsschule, ab 17 Uhr im Rahmen einer öffentlichen Schulverbandssitzung im Forum des Schulzentrums vorgestellt.
"Alle Richtlinien durchforstet"

Für ihre "Schule für Sylt" haben die Pädagogen die Richtlinien des Landes "durchforstet und alles so weit ausgelegt, wie es möglich ist". Ergebnis: Ein Modell, das, so Stein, einmalig in Schleswig-Holstein sei. Ein Gymnasium mit Regionalschulteil und einer sehr hohen Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Bildungsabteilungen. Dafür sei in die Regionalschule "so viel Gemeinschaftsschule wie möglich" integriert und neben dem G8-Gymnasium die Möglichkeit geschaffen worden, über die Regionalschule das Abitur auch nach neun Jahren (G9) ablegen zu können.

So soll es dem Konzept nach beispielsweise ein dreistufiges "Niveaukurssystem" geben, über das die Schüler zu allen drei Bildungsabschlüssen geführt werden können. Dazu kämen ein Fördersystem, um interessierten Jugendlichen den Aufstieg auf die jeweils nächste Niveaustufe zu ermöglichen, und Zusatzangebote wie Französischunterricht ab der 6. Klasse. Stein: "Das richtet sich vor allem an Schüler, die schon früh wissen, dass sie das G9-Abitur anstreben."

Die Zusammenlegung aller Schulfeiern, Sportveranstaltungen, Projektwochen sowie gemeinsame Lehrerkonferenzen, auf denen unter anderem vierteljährlich die Aufstiegschancen jedes Schülers überprüft werden, runden das neue Modell ab.
Die Hauptschule hat sich anders entschieden

Einziger Wermutstropfen: Die Schulkonferenz der Hauptschule hat sich, anders als Realschule und Gymnasium, dagegen und somit für die Einführung einer Gemeinschaftsschule ausgesprochen. Thomsen: "Das Konzept berücksichtigt zwar viele Aspekte der Gemeinschaftsschule, unsere Konferenz war aber dennoch der Ansicht, dass Haupt- und Realschüler auf einer echten Gemeinschaftsschule bessere Übergangsmöglichkeiten in die nächsthöheren Stufen haben."

Spahn dagegen verweist darauf, dass damit leistungsstarken Schülern die auch auf dem internationalen Arbeitsmarkt wichtige Möglichkeit des G8-Abiturs genommen würde. Er sagt: "Wir sind überzeugt, mit unserem Modell die, unter den Vorgaben des Landes beste Möglichkeit für Sylt gefunden zu haben."

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erstellt am 04.Jun.2009 | 06:34 Uhr

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