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Sylter Rundschau

21. August 2017 | 03:24 Uhr

Kontaktfreudige „Rampensau“

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Der Sylter Bernd Paulsen hat es in die Zwischenrunde des Schleswig-Holstein Top Model Contest geschafft

Bernd Paulsen aus Westerland hat die erste Hürde geschafft und hat als einer von zehn Männern die Zwischenrunde beim „Schleswig-Holstein Top Model Contest“ erreicht. Nun stellt er sich der Wahl und Sie, liebe Leserinnen und Leser, können bis zum 3. April für den Sylter Kandidaten abstimmen. „Meine Tochter hat laut gelacht, als ich ihr erzählt hab, dass ich an einem Modelwettbewerb teilnehme“, sagt Bernd Paulsen. Wenn der Mann mit dem runden Bauch davon berichtet, wie es dazu kam, dass er sich beim „Schleswig-Holstein Top Model Contest“ bewarb, muss er selbst schmunzeln. Der fröhliche 61-Jährige, der am 1. April Geburtstag hat, ist einer von zwei Männern auf der Insel, der an der Veranstaltung teilnimmt. Die Idee sich zu bewerben, sei abends spontan im Wohnzimmer bei Freunden entstanden, sagt der bärtige Mann. Seine Frau Silke Paulsen-Ebsen, die ebenfalls auf der Kandidatenliste steht, halte ihn sowieso für eine „Rampensau“. Und jetzt sind beide von der Jury überraschend in die Zwischenrunde gewählt worden.

„Das ist ein tolles Erlebnis – auch weil wir bei der ersten Entscheidungsrunde schon so viele nette Menschen kennengelernt haben“, sagt der Logopäde, der sich selbst als sehr kontaktfreudig bezeichnet. Für Paulsen, der als einer von zehn Männern in die nächste Rund geht, ist die Teilnahme eher „just for fun“, statt bitterer Konkurrenzkampf. Die Entwicklung in der Modewelt, sieht er trotzdem kritisch: „Ich finde es furchtbar so androgyne Wesen auf dem Laufsteg zu sehen“, sagt der Sylter. Die meisten Menschen in der realen Gesellschaft hätten keinen „idealen“ Körper und würden durch diese Vorbilder frustriert. Das sei beim „Top Model Contest“ anders, denn hier würde, unabhängig von Körperumfang und -form, deutlich, dass „jeder seine Vorzüge hat“. So selbstbewusst geht Paulsen, der in Tinnum geboren wurde, auch sein Leben an: Seit er 2004 zurück auf die Insel kam, seine große Liebe aus Schulzeiten heiratete und sich selbstständig machte, sei sein Leben „im Zeitraffer verlaufen“. Zeit dafür, sich im Kulturhaus in Keitum, für Asylsuchende sowie im Kirchenchor zu engagieren findet der Vater von zwei erwachsenen Töchtern trotzdem noch.

Der großen Modenschau in Husum blickt er mit Freude entgegen: Ob er dabei gewinnt, ist Bernd Paulsen eigentlich egal. Denn eins weiß er schon jetzt: „Wenn das nicht lustig wird, dann machen wir das lustig“. Am meisten freut er sich sowieso auf das gemeinsame Abendessen mit Freunden nach dem großen Spektakel.

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erstellt am 29.Mär.2016 | 10:26 Uhr

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