Kleine Kirche mit großer Tradition

Bis September stehen in der St. Martin-Kirche noch zehn Konzerte an.  Foto: Deppe
Bis September stehen in der St. Martin-Kirche noch zehn Konzerte an. Foto: Deppe

Die Morsumer St. Martin-Kirche zeigt noch bis September hochkarätiges, musikalisches Programm

Avatar_shz von
14. Juli 2012, 08:12 Uhr

Morsum | Bereits in den 1970er-Jahren führte der Pastor Jochim Hartung an der Morsumer St. Martin-Kirche sommerliche Konzerte und Orgelvespern ein. Eine Gepflogenheit, die Hartungs Nachfolger Ekkehard Schulz fortsetzt: Bis September stehen noch zehn Konzerte auf dem Programm, während am 1. Oktober die letzte der jeweils montags stattfindenden Orgelvespern erklingt.

Neben Pastor Hartung waren es der Morsumer Posaunenchor und der Sylter Organist Hans Borstelmann, die die Sommerkonzerte beflügelten. Mit der Zeit kamen dann mehr auswärtige Künstler - allen voran der berühmte Trompeten-Virtuose Ludwig Güttler, der Sankt Martin bis heute die Treue hält.

"Der persönliche Kontakt zu Pastor Hartung war dafür wegweisend", weiß Ekkehard Schulz. Das alljährliche Konzert Güttlers - diesmal am 30. Juli und wieder in bewährter Kombination mit dem Organisten Friedrich Kircheis - bürgt stets für ein voll besetztes Gotteshaus. Ein Umstand, der auch der gesamten Konzertreihe in Sankt Martin zugute kommt.

Wirkte jahrelang Sabine Nielsen koordinierend für die Konzerte, so hat diese Aufgabe mittlerweile Morsums Kirchenorganistin Herzeleide Stöckl übernommen. Unterstützt wird sie dabei von Alexander Kempinski, Mitglied eines Lauten-Ensembles. "Hinzu kommen vom Einlass bis zur Platzzuweisung viele helfende Hände, für die wir dankbar sind", unterstreicht Ekkehard Schulz.

Ihm fällt es schwer, unter den bevor stehenden Konzerten einzelne hervor zu heben. "Aber sicherlich ist die Darbietung am 22. Juli eine besondere. Dann freuen wir uns auf Professor Peter Lohse, Erster Trompeter der Staatskapelle Dresden." Peter Lohse wird gemeinsam mit seinem Sohn Philipp, mehrfacher Bundessieger des Wettbewerbs "Jugend musiziert", und Matthias Grünert, Kantor der Dresdner Frauenkirche, in Morsum spielen. Die diesjährigen Sommerkonzerte, die jeweils Raum für bis zu 250 Besucher bieten, kombinieren Orgelmusik mit verschiedenen Instrumenten von der Flöte bis zur Trompete.

Doch auch andere Instrumente spielen ohne Orgel die erste Geige. So etwa am 5. August zwei Gamben im Duett oder am 12. August Lauten und Barockgitarre. Aus der Resonanz der vergangenen Jahre weiß Pastor Schulz, dass die Künstler sowohl die besondere Akustik der Kirche wie auch die intime Nähe zum Auditorium schätzen. Und auch die Besucher wissen um die Qualität des Gebotenen: "Nicht wenige kommen, ohne sich vorher überhaupt über das jeweilige Konzert zu informieren. Sie wissen, dass sie Hochwertiges erwartet."

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen