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Finanzspritze : Kirchliche Eigenständigkeit bewahren

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Der "Förderkreis für Sankt Martin" in Morsum wird seit vergangener Woche von einer Stiftung unterstützt. Ziel beider ist es, die Kirche im Dorf zu erhalten sowie die Stelle von Pastor Ekkehard Schulz dauerhaft zu verankern. Am Wochenende wurde die Stiftung vorgestellt - und bereits finanziell unterstützt.

Morsum | Die Kirche muss im Dorf bleiben - und der Pastor auch. Dies ist das erklärte Ziel des vor zwei Jahren gegründeten "Förderkreis für Sankt Martin". Mit der bisherigen Resonanz sind die Initiatoren sehr zufrieden: "Der Förderkreis zählt bereits 136 Mitglieder, vorwiegend Bürger aus Morsum", berichtet der Vorsitzende Bernd Reinartz.
Stiftung gegründet

Nun ist man noch einen Schritt weiter gegangen: In der vergangenen Woche wurde eine Stiftung gegründet, deren Ziele mit denen des Vereins identisch sind. "Der einzige wesentliche Unterschied: Der Förderverein muss seine Einnahmen gemäß steuerlicher Vorgaben zeitnah investieren, während die Stiftung einem langfristigen Bestreben dient", erläutert Reinartz.
Anonymer Spender gab 25 000 Euro

55 000 Euro beträgt das Stiftungskapital; während der Förderkreis 30 000 Euro beisteuerte, beteiligte sich ein großzügiger Gönner, der anonym bleiben möchte, mit stolzen 25 000 Euro. Das Kapital wird nun angelegt und erbringt dadurch Zinsen. Diese werden die angestrebten Investitionen jedoch noch lange nicht decken, so dass für die Stiftung weiter die Trommel gerührt werden muss.

Das tat der Förderverein bereits am gestrigen Sonntag mit einem Freiluft-Gottesdienst am Pastorat, dem sich ein Gartenfest anschloss. Gelegenheit für den Vorstand des Förderkreises, den Besuchern den Sinn der Stiftung zu vermitteln. Ein optisches Zeichen setzte eine stattliche "Stiftungstorte", die von der Morsumer Bäckerei Ingwersen überbracht wurde.
Hauptziel ist die Einstellung einer Sekretärin

"In einer Zeit veränderter kirchlicher Strukturen ist dieses Engagement für die Bewahrung der kirchlichen Eigenständigkeit und Identität Morsums gar nicht hoch genug zu bewerten", befand Morsums Pastor Ekkehard Schulz. Seine Stelle dauerhaft zu verankern ist ebenso eines der Hauptziele wie die bauliche Erhaltung von Kirche und Pastorat. Sollten sich die Einnahmen der Stiftung positiv entwickeln, könnte vielleicht auch ein großer Wunsch des Pastors in Erfüllung gehen: Die Einstellung einer Sekretärin. "Dadurch könnte er von Verwaltungsaufgaben entlastet werden und den Fokus auf seine vielfältigen seelsorgerischen Aufgaben richten", unterstreicht Karin Börnsen vom Förderkreis-Vorstand.
Möglichkeiten der Unterstützung sind vielfältig

Ob Mitgliedschaft im Förderverein oder Spende, Erbschaft oder Namensstiftung eines Grundstücks - die Möglichkeiten der Unterstützung sind vielfältig. Dabei ist das Geld nicht nur bei der Stiftung, sondern auch beim Förderkreis gut aufgehoben: Dieser beteiligt sich nämlich an den laufenden Kosten, sei es für eine Jugendfahrt, sei es für die bevorstehende Sanierung des Kirchendachs. "So oder so bleibt das Geld im Dorf", betont Karin Börnsen.

In Kürze gilt es nun, für die vom Förderverein treuhänderisch verwaltete Stiftung einen Beirat zu ernennen. Diesem werden fünf Mitglieder sowie Pastor Schulz angehören.

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erstellt am 19.Aug.2008 | 11:49 Uhr

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