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AWO-SyltKlinik : Kinderkrebsstiftung kauft SyltKlinik

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Angebote für krebskranke Kinder und Status der Gemeinnützigkeit bleiben erhalten. Die Arbeitsplätze aller 65 Mitarbeiter sind gesichert.

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erstellt am 24.Apr.2015 | 04:55 Uhr

Jahrelang wurde über die Zukunft der SyltKlinik spekuliert, verunsicherten diverse Gerüchte über den Fortbestand die Mitarbeiter und auch die Patienten, zeitweilig war sogar von einer Schließung der Reha-Einrichtung für krebskranke Kinder und deren Familien die Rede. Nun jedoch hat die Ungewissheit ein Ende: Der AWO-Bezirksverband Hannover als Träger der Einrichtung teilte gestern offiziell mit, dass die SyltKlinik an die Deutsche Kinderkrebsstiftung der Deutschen Leukämie Forschungshilfe verkauft wurde. Mit dem Verkauf der Klinik trenne sich die AWO von einer Solitär-Einrichtung, die deutschlandweit fast ein Alleinstellungsmerkmal habe und einen ausgezeichneten Ruf genieße, heißt es in einer Pressemitteilung. In der SyltKlinik würden jedes Jahr bis zu 350 Familien mit einem krebskranken Kind aus der gesamten Bundesrepublik betreut.

„Die Deutsche Kinderkrebsstiftung ist für uns der Wunschpartner. Die bestmögliche Versorgung der Kinder und ihrer Familien steht für uns an vorderster Stelle, darum freuen wir uns, das Haus in gute Hände geben zu können“, sagte Walter Richter, der Geschäftsführer der bisherigen Betreibergesellschaft AWOvita gGmbH. „Wir sind sicher, dass die SyltKlinik in Zukunft unter dem neuen Träger, der Deutschen Kinderkrebsstiftung, inhaltlich und qualitativ hervorragend weiter arbeiten wird.“

„Alle Mitarbeiter, der Betriebsrat und die Klinikleitung begrüßen einhellig den Übergang der SyltKlinik von der AWOvita an die Deutsche Kinderkrebsstiftung. Der abschließende Verkauf beendet ein Verfahren, dass zwischenzeitlich viel Anlass zu Spekulationen gegeben hat“, erklärte Klinikleiter Ingo Mansen. Die Deutsche Kinderkrebsstiftung als Eigentümer der zukünftig unter der Bezeichnung „SyltKlinik gGmbH“ firmierenden Einrichtung sichere dem Unternehmen eine hervorragende Perspektive. „Der Status der Gemeinnützigkeit bleibt erhalten und die zur umfassenden Behandlung der krebskranken Kinder und ihren Familien notwendigen Strukturen können weiter optimiert, Arbeitsplätze und Konzeption nachhaltig gesichert werden.“

Die SyltKlinik beschäftige dauerhaft und ganzjährig zirka 65 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit, so Mansen. „Mein Dank gilt all den Kolleginnen und Kollegen, die mit großem Engagement ihre fachlich hochqualifizierte Arbeit weiter geleistet haben. Dadurch ist es uns gemeinsam gelungen, die Übergangsphase so zu gestalten, dass die Behandlung und Betreuung der erkrankten Kinder und Familien durch das schwebende Verfahren nicht beeinträchtigt wurde.“
Der Klinikleiter zeigte sich sehr zufrieden darüber, dass in den Gesprächen mit den Geschäftsführungen beider Gesellschaften in den letzten Monaten eine offene Atmosphäre und große Transparenz geherrscht habe.

„Mein herzlicher Dank geht auch an die Gemeinde Wenningstedt-Braderup, insbesondere an Bürgermeisterin Katrin Fifeik und an Gemeindevertreter Gerhard Hausen. Die Gemeinde hat das Transaktionsverfahren über all die Jahre begleitet und stets klar und eindeutig Position zum Bestand der SyltKlinik bezogen.“ Ebenso wichtig sei die Hilfe von Freunden und Spendern, des Förderkreises SyltKlinik und aller übrigen Unterstützer der Reha-Einrichtung gewesen, ohne deren fortgesetzten Beistand der Klinikbetrieb in den letzten Jahren nicht so störungsfrei abgelaufen wäre.

Durch die gemeinnützige Trägerschaft der Deutschen Kinderkrebsstiftung sei sichergestellt, dass auch zukünftig alle zugedachten Spenden und Zuwendungen ausschließlich und in vollem Umfang in der SyltKlinik Verwendung finden werden, so Mansen. „Ich freue mich sehr, die SyltKlinik weiterhin leiten zu dürfen und gemeinsam mit meinen Mitarbeitern und auch mit Jens Kort, dem zukünftigen Geschäftsführer der SyltKlinik gGmbH, die Zukunft gestalten zu können.“

Auch Ulrich Ropertz, Vorsitzender der Deutschen Kinderkrebsstiftung (DKS), die bereits in der Vergangenheit die Arbeit der Syltklinik unterstützt hat, äußerte sich zum Kauf: „Die Deutsche Kinderkrebsstiftung setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, dass krebskranke Kinder wieder gesund werden können und in ihrer Lebensqualität und ihren Zukunftschancen anderen Kindern nicht nachstehen.“ Die Stiftung als Zusammenschluss betroffener Eltern sei froh, die hervorragende Arbeit der Klinik und eine gute Perspektive für das Haus auf Sylt sicherstellen zu können. „Neben dem Waldpiraten-Camp in Heidelberg, wo die Kinder nach überstandener Therapie die Möglichkeit haben, sich zu erholen, bietet die SyltKlinik die Möglichkeit zur medizinischen und psychosozialen Rehabilitation für die gesamte Familie“, sagte der DKS-Vorsitzende.

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