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Besonderer Fund auf Sylt : Kind findet Schädelstück am Strand

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Im August brachte eine Urlauberfamilie eine mindestens 50 Jahre alte menschliche Schädelplatte in die Redaktion.

Sylt | Gerade im Sommer fungiert die Redaktion der Sylter Rundschau in regelmäßigen Abständen auch als Infozentrale für die Gäste der Insel: Neben Richtungsangaben zum Strand, Schwimmbad oder Schankwirtschaft vermittelt die Redaktion – so weit es das biologische Grundwissen zulässt – auch gern bei Fragen zu spannenden Strandfunden weiter. Doch ein Stück menschliche Schädelplatte ist bis zu diesem August auch noch nicht auf den Redaktionsschreibtischen gelandet.

Gefunden hatte das porös wirkende Stück die achtjährige Vivien Danielle am Hörnumer Strand. Die Schleswigerin war mit ihren Eltern zu Gast auf der Insel – die Familie fragte sich, was sie mit dem Knochenstück nun machen sollte. In der Redaktion entschied man, die Sylter Kripo zu informieren, die das Schädelstück denn auch umgehend sicherstellte und zur Untersuchung an die Rechtsmedizin des Uniklinikums Kiel schickte.

Das Ergebnis dieser Untersuchung ist eher unspektakulär: Klar ist, dass das Schädelstück älter als 50 Jahre ist und keine DNA–Spuren aufweist. Wessen Knochen also am Hörnumer Strand gefunden wurde, warum und woran sie oder er starb – all das bleibt also offen. Und wird wohl auch nicht mehr geklärt werden: Weil keine DNA vorhanden ist, gebe es aktuell keine Ermittlungsansätze, so die Pressestelle der Polizei. Das Gutachten der Rechtsmedizin geht standardgemäß an die Staatsanwaltschaft Flensburg.

Dass auf Sylt menschliche Knochen gefunden werden, ist keine Seltenheit, heißt es von der Sylter Kriminalpolizei. Meist seien die Knochen sehr alt – abgesehen von der rechtsmedizinischen Untersuchung würde in der Regel nicht weiter nachgeforscht, von wem die Knochen stammen könnten.

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erstellt am 16.Okt.2015 | 05:30 Uhr

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