zur Navigation springen

Sylt-Konzert : Kettcar und "Sylt": Edel und spitze

vom

Die Hamburger Band feierte in der Sylt Quelle einen viel umjubelten Auftritt vor 700 Zuschauern.

Rantum | Nein, Markus Wiebusch hätte es nicht sagen müssen - das, was jeder Konzertbesucher, der am Donnerstagabend ins Meerkabarett gekommen war, schon wusste: "Wir sind Kettcar - und das ist "Graceland". Es ist schön, zurück zu sein", begrüßte der Sänger die gut 700 Zuhörer. "Wie jeder Hamburger Schüler musste auch ich in der achten Klasse nach Puan Klent fahren."

Nun waren Kettcar nicht zur Klassenfahrt nach Sylt gekommen, sondern um ihr aktuelles Album "Sylt" und ältere Hits zu präsentieren. Auf der Insel, die die Namensvorlage für die Platte lieferte, spielt es sich anders, das merkten auch Kettcar: Für das rhythmische Klappern in "Nullsummenspiel" bastelt sich Bassist Reimer Bustorff seine Kastagnetten selbst - aus Holz und Klebeband. "Das Instrument habe ich verloren und auf Sylt ein neues gebastelt. Leider gab es nur Mahagoni-Holz. Es klingt also etwas anders als sonst - edler", scherzte er.
"Landungsbrücken raus" für die Hamburger

Erstes, aber nicht letztes, Highlight des anderthalb-stündigen Auftritts: "48 Stunden" aus dem 2005er Album "Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen", gewidmet den Rotweintrinkern. "Landungsbrücken raus" spielten die fünf Musiker (nicht nur) für die zahlreichen angereisten Hamburger. "Wir dachten uns, dass dieses maritime Flair hier ganz gut ankommen würde."

Tat es auch. Zumindest bei den meisten Zuhörern: Nur einem entfuhr ein "Spielt doch einfach!" ob der Kommentare der Musiker. "Wir sind durch unseren Freund Götz Alsmann schon vorgewarnt über solche Zwischenrufe", verkündete Wiebusch gelassen.
Fazit: Sylt - mehr geht nicht

Es folgten Titel wie "Agnostik für Anfänger", "Im Taxi weinen", "Fake for real" und "Deiche". Bei "Am Tisch" übernahm Wiebuschs Bruder Lars den Part von Niels Frevert und machte das Stück so zum Duett der Geschwister mit Bustorff an der Trompete und Erik Langer am Akkordeon ("Für dieses Stück musste er ein neues Instrument lernen").

Nach den Zugaben ("Ausgetrunken", "Ich danke der Academy" und "Balu") verließ die Band die Bühne auf der "Spitzeninsel". Kettcars Fazit: "Sylt - mehr geht einfach nicht!"

zur Startseite

von
erstellt am 22.Aug.2008 | 06:18 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen