Umbau : Keitums Bahnhof: Ein hübscheres Entrée für den Ort

Der Bahnhof von außen: Neue, bodentiefe Fenster für die neuen Gewerbeeinheiten.
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Der Bahnhof von außen: Neue, bodentiefe Fenster für die neuen Gewerbeeinheiten.

Für knapp eine Millionen Euro wird der Keitumer Bahnhof bis Juni saniert: Die ersten Ergebnisse wurden Mittwoch öffentlich präsentier.t

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15. Mai 2015, 05:37 Uhr

Bald 90 Jahre ist er alt – nun soll der Keitumer Bahnhof als attraktives Entrée für den Inselort bald in neuem Glanz erstrahlen. Bis Ende Juni dieses Jahres sollen alle Arbeiten an dem Gebäude abgeschlossen sein – Mittwoch präsentierte das Kommunale Liegenschafts-Management (KLM) gemeinsam mit Vertretern der Politik und den beteiligten Handwerksfirmen die bisherigen Ergebnisse.

Und die können sich sehen lassen: Innerhalb von nur vier Monaten Bauzeit wurden der ehemalige „Gasto-Flügel“ auf der Ostseite zwei Räume für Gewerbetreibende geschaffen, zu denen jeweils eine kleine Wohnung gehört. „Dadurch haben wir das Planungsziel „wohnen und arbeiten unter einem Dach“ erreicht“, sagte Projektleiter Holger Beckhoff vom KLM. Das Ziel, in diesen Räumen kunsthandwerkliche Betriebe anzusiedeln, um so auch ein touristisch hochwertiges Angebot im Bahnhof zu präsentieren, wurde allerdings noch nicht erreicht: Eine der beiden Gewerbeeinheiten wurde an ein Planerbüro vermietet, für die andere wurde noch kein Interessent gefunden.

Auch im Westflügel des Bahnhofs wird kräftig umgebaut: Während im Untergeschoss seit einigen Monaten die Glasbläserin Antje Otto ihr Atelier eingerichtet hat, wird im Obergeschoss eine Wohnung für sie ausgebaut. Die belegten Wohnungen im Mittelteil des Bahnhofs werden teilweise umgebaut, zudem sollen sämtliche Zuleitungen erneuert werden. Auch die Gebäudetechnik und das Dach sollen wieder in Schuss gebracht werden.

Insgesamt sollen die Baumaßnahmen innerhalb des angesetzten Budgets von 950  000 Euro bleiben, betonte KLM–Leiter Marcus Kopplin. Die Gemeinde Sylt-Ost hatte den Bahnhof Ende 2007 für 292  600 Euro von der Deutschen Bahn gekauft. Noch hat das Unternehmen Räumlichkeiten im Gebäude, mittelfristig werde die Bahn dort aber ausziehen, sagte Beckhoff. Dann könnten auch diese Räume für Wohn- oder Gewerbezwecke von der Gemeinde genutzt werden.

Angetan von der geleisteten Arbeit zeigte sich auch Nikolas Häckel: „Beeindruckend, was aus diesem Gebäude geworden ist“, lobte der Bürgermeister der Gemeinde Sylt. Auch Keitums Ortsbeiratsvorsitzender Oliver Ewald sprach den Beteiligten seinen Dank aus: „Wir freuen uns auch darüber, dass hier Wohnraum entsteht und erhalten bleibt. Denn nur wenn hier Menschen dauerhaft leben, kann dies eine lebendige Ecke von Keitum bleiben.“


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