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Park-Problematik : Keitumer Bahnhof: Konzept für Parkplatz gesucht

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Wegen der vielen Firmentransporter am Keitumer Bahnhof wollen Bauamt und Unternehmer neue Ideen umsetzen.

Stehen auf dem großen Parkplatz südlich des Keitumer Bahnhofs Tag für Tag schon zu viele Transporter und Lieferwagen? Oder soll dort noch mehr Platz geschaffen werden für die Fahrzeuge von Handwerks- und Gartenbaufirmen, deren Mitarbeiter mit der NOB vom Festland auf die Insel pendeln und frühmorgens vom Zug aus direkt hinter die Lenkräder steigen? Was für die Betriebe eine bequeme und auch kostensparende Lösung ist, stört seit Jahren sowohl Urlauber als auch Insulaner. Denn wer wochentags nach dem Feierabend der Handwerker oder am Wochenende dort parken will, findet kaum einen freien Parkplatz. „Mal für ein zwei Stunden das Auto abstellen und durch die Unterführung ins Dorf laufen, geht gar nicht“, lauten die Klagen. Ja, nicht einmal ordnungsgemäß Kurzparken könne man am Keitumer Bahnhof, um jemanden zum Zug zu bringen oder um auf ankommende Gäste zu warten.

Wie dieser gordische Knoten zu lösen ist, darüber machen sich sowohl die Verwaltung als auch Unternehmervertreter Gedanken. Eine Leitidee des insularen Verkehrsentwicklungskonzeptes der Gemeinde Sylt lautet: Der Parkplatz sollte so „zoniert“ sein, dass er allen möglichen Nutzern Gelegenheit bietet, ihren Wünschen nachzukommen. Parken über Nacht, über das arbeitsfreie Wochenende und tagsüber für alle, die auf das Festland wollen – das ginge bei dem Parkdruck am Bahnhof nur, wenn für gewisse Bereiche eine maximale Parkdauer geregelt sei, so das Bauamt. Auch eine Vorfahrt wie am Bahnhof Westerland – das so genannte Kiss and Ride – fehle dort. Grundsätzlich halten die Stadtplaner einen Ausbau der Anlage in Richtung des Umspannwerkes für notwendig, allerdings befinden sich die Flächen nicht im Gemeindeeigentum. Die Wiese sei geeignet, weil sie ohnehin durch Straße und Bahn vorbelastet ist – es würde also keine Natur zerstört. Ein weiterer Pluspunkt der Lage an der Kreisstraße: Die Anfahrt geschieht, ohne dass die Keitumer Wohnbevölkerung gestört wird. Um dem Flächenproblem zu entgehen, wird im Bauamt aber auch über ein Parkhaus nachgedacht, dass dem höher liegenden Bahndamm optisch angepasst werden könnte.

Auch der Verein Sylter Unternehmer (SU) habe sich auf seiner jüngsten Sitzung mit dem „doch recht komplexen Thema“ beschäftigt, aber noch keine abschließende Empfehlung erarbeitet, so SU-Geschäftsstellenleiter Ronald Glauth. „Eine Ausweitung der Flächen ist natürlich schnell in der Diskussion, aber ob das zum Ziel führt?“ Die Unternehmer hoffen jedoch, über eine Änderung des Tarifsystems und über die Einrichtung unterschiedlicher Parkzonen vielleicht zum Erfolg zu kommen.

Aber bis dahin sei noch viel Feinarbeit notwendig. Der Verein SU bleibe aber daran interessiert, in dem vom Inselbauamt gestarteten Prozess zur Entwicklung eines neuen Parkraumbewirtschaftungskonzeptes gehört zu werden sowie die „Gedanken und Wünsche“ seiner Mitglieder mit einbringen zu können.

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erstellt am 01.Aug.2015 | 05:10 Uhr

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