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Gemeinde Sylt : „Keitum im Dialog“ wird teurer als erwartet

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

„Keitum im Dialog“ bezieht die Bürger mit ein, die Zukunft des Ortes zu gestalten / Anstatt 20 000 Euro hat das Projekt 35 000 Euro gekostet

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2016 | 04:52 Uhr

Heute Abend wird im Rahmen des Keitumer Ortsbeirats um 19 Uhr die Zukunftszeitung vorgestellt, in der die Ergebnisse der Online-Beiträge und der Zukunftswerkstatt von „Keitum im Dialog“ zusammengefasst werden (wir berichteten). Allerdings war der Weg dorthin teurer als bisher angenommen: „Es ist eine unangenehme Situation“, sagte der Bürgermeister der Gemeinde Sylt, Nikolas Häckel. „Ich möchte mich dafür entschuldigen, es handelt sich hier wirklich um ein Versehen.“

Der Bürgermeister sprach gleich zu Beginn der Diskussion von einem „faden Beigeschmack“, den das Projekt, das grundsätzlich sehr erfolgreich gewesen sei, erhalten habe. „Wir haben die Kosten in diesem Projekt überschritten. Wir hatten geplant, dass diese Maßnahme 20  000 Euro kostet, diese 20  000 Euro waren aber brutto und nicht netto“, führte der Bürgermeister aus. Tatsächlich habe das Projekt schließlich 35  000 Euro gekostet. Die Mehrkosten seien bisher nicht aufgefallen, allerdings durch die Bildung eines eigenen Haushaltstitels schließlich erkannt worden.

Die Gemeindevertreter sollten in ihrer Sitzung darüber abstimmen, ob eine Förderung für das Projekt bei der AktivRegion beantragt werden soll. Um eine vollständige Bewerbung einzureichen, wurde ein Beschluss zur Bewerbung vom Bau- und Planungsausschuss sowie von der Gemeindevertretung gefordert.

Der Bürgermeister appellierte an die Gemeindevertreter, das Projekt weiter zu unterstützen und zu einem „harmonischen Abschluss zu bringen“. Und auch Oliver Ewald (CDU), Gemeindevertreter, Ortsbeiratsvorsitzender von Keitum und federführend für das Projekt „Keitum im Dialog“, lobte die Ergebnisse des Projekts. „Uns geht es darum, dass der Bürger konsequent und langfristig mit eingebunden wird“, sagte er den Gemeindevertretern, „es sind an einem Wochenende verschiedene Arbeitsgruppen zusammengekommen, die sehr effektiv über Themen wie Verkehr, Küste oder Wohnraum diskutiert haben.“

„Unsere Fraktion ist sehr verärgert über diese Kostenentwicklung“, sagte Dürken Freier (SWG). Im Nachtragshaushalt würden nun sogar 40  000 Euro für dieses Projekt veranschlagt, 16500 seien geplant gewesen. „Es geht mir hierbei auch nicht um das Projekt, das ich unterstütze. Aber wir haben eine Maßnahme für 16  500 Euro beschlossen und nun doppelt so hohe Kosten!“. Mario Pennino (SWG) fügte hinzu, dass allen bewusst sein muss, dass die anderen Ortsteile, wenn sie auch so ein Projekt durchführen wollen, ebenfalls diese Förderung erhalten müssen. „Wir haben sechs Ortsteile, für die wir entsprechend auch die Kosten bereitstellen müssten.“

„Sicherlich ist das mit der Kostensteigerung unangenehm“, sagte Christian Thiessen (Piraten), „aber ich war bei der Veranstaltung und es war alles sehr effektiv. Es gab viele neue Ideen und ich halte es für sehr gut angelegtes Geld, die Bürger so früh und so intensiv zu beteiligen.“

Die Gemeindevertreter entschieden schließlich, das Projekt mit den vorgesehenen 40  000 Euro zu fördern.

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