Keine Versicherung für Asklepios-Gynäkologen

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06. November 2013, 00:32 Uhr

Das Tauziehen um die Geburtshilfe auf Sylt geht überraschend in die nächste Runde: Nachdem sich die Asklepios Nordseeklinik erst in der vergangenen Woche mit Hebammen über neue Verträge verständigt hatte, gerät das Ziel einer funktionierenden Geburtshilfe nun erneut ins Wanken. Grund für die neuerlichen Irritationen ist die Ankündigung der Nordseeklinik–Geschäftsführung, die Versicherungsprämien für den verbliebenen Gynäkologen Dr. Zbigniew Budkowski im kommenden Jahr nicht mehr zahlen zu können.

Geschäftsführer Florian Nachtwey bestätigte gegenüber unsere Zeitung diesen Vorgang. Am heutigen Vormittag will die Klinikleitung während eines Pressegesprächs über die Hintergründe der Entscheidung und die Zukunft der Geburtshilfe in der Asklepios Nordseeklinik informieren.

Für den betroffenen Gynäkologen Dr. Budkowski stand bereits gestern fest, dass er ohne die Übernahme der Versicherung durch die Klinik nicht weiter in der Gebursthilfe tätig sein könne: „Für jede Geburt würde ich 200 Euro zuzahlen und trüge das Risiko. Zu diesen Konditionen wird sich kein Gynäkologe finden.“ Er erwarte nun Angebote von Seiten der Klinik.

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