Keine Tabus – alles muss auf den Tisch

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28. Juni 2019, 09:00 Uhr

Plastik erfährt zur Zeit ja eine Ächtung geradezu biblischen Ausmaßes. Keine Strohhalme und keine Wattestäbchen mehr. Obsttüten kosten bei Aldi jetzt einen Cent. Wer soll das alles bezahlen? Und jetzt wollen sie auf Sylt für sage und schreibe 1,5 Millionen Euro einen Kunstrasen-Fußballplatz bauen.

Recycelt aus ausgeleierten Acrylpullovern und alten Farbeimern. Vermute ich jetzt mal. Wieso wird denn sowas gebaut? Haben unsere Fußballer - mit den Worten von Lukas Podolsky – keine Eier mehr in der Hose?

Wir haben damals auf dem betonharten Bastianplatz bei minus 10 Grad und 15 Zentimeter Neuschnee gespielt – des Abends – von 800 Watt matt befunzelt. Und gewonnen. Alles Weicheier heute.



Der Erfolg der großen schweren Geländewagen beruht auch darauf, so „Die Welt“, dass vorwiegend ältere Menschen diese Fahrzeuggattung nutzen, weil sie darin einfacher Platz nehmen können.

Der SUV schenkt den Senioren im finalen Alter (... so ab 70) eine höhere Lebensqualität. Sie thronen über dem tummelnden Verkehr und walzen, wenn sie denn ihre Sehhilfen tragen, nicht mehr so häufig Radfahrer nieder.

Meine Forderung: Genau wie bei Rollatoren, Treppenliften und Gummistrumpf-Anziehhilfen sollten die Krankenkassen den Erwerb von SUVs durch Senioren insbesondere hier auf Sylt kräftig unterstützen.


Nachtrag: Das Geld dafür können die Krankenkassen ja durch den Wegfall der Erstattung homöopathischer Mittel freisetzen.



Endlich kommt das zweite Gleis. Allerdings nur bis Keitum. Ab Tinnum Ost ist das angeblich alles zu eng. Ab da bleibt es eingleisig. Hääh...? Dummes Zeug!

Mein Vorschlag: Der westliche Eibenweg wird einspurig als Einbahnstraße saniert und auf der Nordseite (Eiche und Bahnstraße) wird ein Streifen von vier Meter Breite aufgekauft oder enteignet. Und dann hat man genügend Platz für ein wunderschönes zweites Hochgeschwindigkeits-Gleis – direkt durch bis zum Entree am Querbahnsteig.

Freier Verkehr ist Staatsräson. Da wird nicht gefackelt. In den Braunkohle-Revieren werden jedes Jahr mehrere Dörfer wegplaniert, nur damit die Deutschen ihre Wohnhöhlen auf 26 Grad hochheizen können.

Da kann man in Tinnum doch auch einen läppischen Streifen mit schiefen Flechtwänden und Komposthaufen „vergesellschaften“, wie Kevin das nennt. Basta!

Nachtrag: Zugegeben, dadurch werden die Grundstücke massiv entwertet. Aber dann wird ja auch die Grundsteuer günstiger ...

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