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Keine große Nachfrage nach veganen Speisen

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Was Sylter Gastronomen zum Vegan-Trend sagen

shz.de von
erstellt am 01.Aug.2015 | 05:09 Uhr

Ein rein veganes Restaurant gibt es auf der Insel bisher nicht, allerdings haben sich die meisten Gastronomen darauf eingestellt, fleischlose und vegane Gerichte auf ihrer Speisekarte anzubieten. Die Sylter Rundschau hat mit einigen von ihnen über ihr veganes Angebot und die Nachfrage danach gesprochen.

Oliver Behrens, Geschäftsführer vom Amici und der Butcherei in Keitum: „Auch wenn unsere Butcherei ein Steakhaus ist, kommen immer mal wieder Veganer vorbei – meist, wenn der Rest der Familie Fleisch essen möchte. Da reagieren wir natürlich immer flexibel und können mit unseren Beilagen etwas ohne tierische Produkte zaubern. Generell glaube ich aber, dass dass viele Sylt-Besucher ihre guten Vorsätze kurz vor dem Hindenburgdamm über Bord werfen. Auch so manche Veganer. Sylt gilt einfach als die deutsche Genuss-Insel und die Gäste wollen einfach ohne Einschränkungen schlemmen.“

Martin Schachner, Inhaber des Weinhaus Schachner in Westerland: „Wir haben einen veganen Wein im Angebot, damit man etwas da hat, falls jemand nachfragt. Allerdings ist die Nachfrage bei uns ist bisher gleich Null. Veganer Wein ist aber auch ein kompliziertes Thema, ich glaube es ist sehr schwer, ein wirklich rein veganes Produkt herzustellen. Natürlich kann man Eiweiß bei der Schönung weglassen, ich sehe das aber eher als Marketingstrategie. Kleine Kriechtiere werden wahrscheinlich immer in irgendeiner Weise bei der Produktion von Wein mitverarbeitet.“

Roberto Förster, Inhaber des Restaurants Siam in Westerland: „Wir können 80 bis 90 Prozent unserer Gerichte vegetarisch anbieten, aber wenn jemand vegan essen möchte, stoßen wir leider an unsere Grenzen. In den Pasten und Gewürzen, mit denen in unser Küche gearbeitet wird, sind eigentlich immer eiweißhaltige oder tierische Inhaltsstoffe enthalten, beispielsweise Fischsauce, oder Garnelenextrakt.“

Dirk Krüger, Inhaber Twisters in Westerland: „Weil es im vergangenen Jahr ein paar Nachfragen nach veganen Alternativen zu unseren Burgern gab, haben wir dieses Jahr einen veganen Burger und eine vegane Currywurst mit auf die Karte genommen. Das wird allerdings so gut wie gar nicht gegessen. Ich schätze, wir verkaufen davon zwei bis drei in der Woche. Seit 18 Jahren haben wir vegetarische Produkte, die auch immer gut angenommen werden. Es wird sich daher zeigen, ob wir das vegane Angebot beibehalten oder es wieder von der Karte runterfliegt.“

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