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Sylt : Kein Platz für das Rettungs-Corps in alter Feuerwache?

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Das Frewillige Rettungscorps möchte in die ehemalige Feuerwache ziehen - bekommt allerdings Gegenwind von der Bürgermeisterin.

von
erstellt am 27.Okt.2014 | 05:15 Uhr

„Seit zwei Monaten warten wir schon auf eine Reaktion aus der Verwaltung“, klagt Uwe Schambortski. „Aber niemand hat uns bisher geantwortet.“ Am 27. August hatte der erste Vorsitzende des Freiwilligen Rettungs-Corps Westerland beim Ordnungsamt einen Antrag eingereicht, um mit den vom Corps für die Wasserrettung zur Verfügung gestellten Geräte aus dem derzeitigen Standort, der Halle 28 , in die geräumte alte Feuerwehrwache Westerland umzuziehen. Als Begründung heißt es, die Unterbringung des Rettungs-Corps in der Halle auf dem Fliegerhorstgelände sei einsatztaktisch kein optimaler Standort und aus bekannten politischen Gründen ohnehin nicht auf Dauer vorgesehen. Bis derzeit eine Einsatzbereitschaft beispielsweise am Weststrand von Westerland gegeben sei, würden nach einer Alarmierung aufgrund der langen An- und Abfahrtswege zirka 15 bis 20 Minuten vergehen. „Das hat sich bei verschiedenen Einsätzen in dieser Saison leider wiederholt bestätigt“, sagt Schambortski. Diese Zeiten seien für Rettungseinsätze aus Seenot definitiv zu lang und wurden seinerzeit auch vom Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Westerland zu Recht bemängelt.

„Nach der Fertigstellung der neuen Feuerwache und dem Umzug der Westerländer Wehr müsste es doch möglich sein, für unseren Unimog und zwei Boote in der alten Feuerwache zwei Fahrzeuggespannplätze zu Verfügung gestellt zu bekommen“, erklärte der erste Vorsitzende des Rettungs-Corps. „Kosten entstehen durch den Umzug gar keine. Aber wir würden eine erheblich schnellere Einsatzbereitschaft und damit eine deutliche Verbesserung der Sicherheit an den Stränden erreichen.“

Dabei sei den Antragstellern durchaus bewusst, dass die Unterbringung in der alten Feuerwache keine Dauerlösung darstelle und nur vorübergehend gestattet wäre, bis die Planungen zur weiteren Zukunft der alten Feuerwache Westerland anlaufen. Nach wie vor sehe das Freiwillige Rettungs-Corps Westerland langfristig die Möglichkeit, in Abstimmung mit der Gemeinde auf eigene Kosten – zum Beispiel durch Spendenwerbung, ähnlich wie der Surf Club Sylt – auf dem Grundstück am Brandenburger Parkplatz ein eigenes Rettungsgebäude zu errichten.

„Dieser strandnahe Standort ist aus einsatztaktischen Gründen für eine Wasserrettung nach wie vor die optimalste Lösung“, sagte Schambortski. „Auch die Löschgruppe 7 Wasserrettung der Westerländer Feuerwehr könnte in diesem Gebäude mit unterkommen. Überhaupt wäre eine gemeinschaftliche Nutzung des neuen Gebäudes durch alle Wasserrettungskräfte aus unserer Sicht denkbar und wünschenswert.“

Obwohl das Rettungs-Corps gebeten hatte, seinen Antrag an die zuständigen Gremien wie Feuerwehrschutzausschuß oder Gemeinde- und Wehrvorstände weiterzuleiten, gab es bisher keine offizielle Reaktion. Auf der außerordentlichen Hauptausschusssitzung am 14. Oktober berichtete der stellvertretende Bürgermeister Carsten Kerkamm lediglich, dass Petra Reiber solche Pläne ablehne. „Wenn sonst nichts kommt, werden wir mal nachhaken, wann denn im Fachausschuss darüber beraten wird“, so Uwe Schambortski.

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