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Autozug nach Sylt : Kampf um den Syltshuttle: Niederlage für RDC

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die Trassenvergabe ist laut Bundesnetzagentur in Ordnung. Der Konkurrent der Deutschen Bahn verkauft das aber positiv.

Es ist keine große Überraschung: Am Freitag hat die Bundesnetzagentur bekannt gegeben, dass der geplante Vergabemodus der Autozugfahrten der DB Netz AG zulässig ist. Heißt: Den Löwenanteil der Fahrten wird nach dem Fahrplanwechsel zum 13. Dezember weiterhin die Deutsche Bahn anbieten, deren Autozüge künftig an Personenzüge gekuppelt werden – wir berichteten.

Konkurrent RDC, die Railroad Development Corporation, darf unter der Woche nach eigenen Angaben bis zu sechs Mal am Tag Autozüge zwischen Niebüll und Westerland hin und her rollen lassen und zusätzlich weitere vier Fahrten an den Wochenenden anbieten. Die beiden Unternehmen haben nun fünf Tage Zeit, diese so genannten Trassenangebote formal anzunehmen. Außerdem steht RDC noch der Klageweg gegen diese Vergabe offen.

Für Passagiere des Autozuges stellt sich nun die Frage, wie die beiden Unternehmen mit der Konkurrenzsituation auf der Schiene praktisch umgehen werden. Ob sie beispielsweise die Tickets des jeweiligen Konkurrenten anerkennen werden – zu solchen und anderen praktischen Fragen äußerten sich beide Unternehmen gestern allerdings nur sehr begrenzt.

Eine weitere praktische Frage ließ sich jedoch aufklären: Wie die Deutsche Bahn ihre Personen-Autozüge verkürzen will, damit sie künftig für den Autozug-Betrieb nicht zu lang sind. Auf dieses Makel war die Bundesnetzagentur in der vergangenen Woche aufmerksam geworden (wir berichteten). Die Lösung: Die Bahn schafft künftig den Sitzwagen für Motorradfahrer ab. Das bestätigte eine DB-Sprecherin gegenüber unserer Zeitung. Die Motorräder selbst sollen zwar weiter transportiert werden, die Fahrer werden aber laut DB ab Mitte Dezember entweder in PKWs oder in Sprintern auf den Doppelstockwagen des Autozugs über den Damm gefahren. Nachdem der Syltshuttle aus Sicherheitsgründen seit Ende Mai keine größeren Wohnmobile mehr mitnimmt, ist dies bereits die zweite gravierende Transport-Veränderung in diesem Jahr.

RDC verkaufte seine Niederlage im Kampf um den Autozug am Freitag positiv: „Wir freuen uns, im neuen Fahrplanjahr die ersten Gäste auf unserem Autozug nach Sylt begrüßen zu können“, sagt Carsten Carstensen, Geschäftsführer von RDC Deutschland. RDC habe „erste Spezialwagen“ erworben, die nun bis Mitte Dezember für den Verkehr auf dem Hindenburgdamm umgebaut werden.

Auch am Thema Ticket-Verkauf und weiterer Angebote werde derzeit gearbeitet, heißt es von RDC. „Wir sind dazu mit vielen Akteuren im Kreis und auf der Insel vor Ort intensiv im Gespräch. Die DB Fernverkehr als Terminalbetreiber und bisheriger Alleinnutzer überarbeitet derzeit ihre Nutzungsbedingungen, sodass wir unseren Kunden hoffentlich zeitnah mitteilen können, welchen Vertrieb wir vor Ort anbieten dürfen und wie die Abfertigung an den Terminals künftig geregelt wird“, sagt Carstensen. Im Laufe des Septembers sollen weitere Informationen auf der RDC-Homepage veröffentlicht werden. 

„Nach Genehmigung der Tarife kann dann auch der Online-Verkauf unserer Autozug-Sylt-Tickets starten“, so RDC.

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erstellt am 28.Aug.2015 | 17:40 Uhr

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