Sylter Party-Wochenende : Kampen rüstet sich für Pfingstpartys

Die Chillout-Party am Restaurant Sturmhaube  lockte Pfingsten 2013 über 4000 Menschen in den Kampener Riperstig.
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Die Chillout-Party am Restaurant Sturmhaube lockte Pfingsten 2013 über 4000 Menschen in den Kampener Riperstig.

Im letzten Jahr ist die Party in Kampen zu Pfingsten ausgeufert – für dieses Wochenende hat sich die Gemeinde zur Vorsicht eine Lösung überlegt.

shz.de von
06. Juni 2014, 16:40 Uhr

Kampen | „Das Wetter an Pfingsten wird eine Eins“, prognostizierte Kampens Bürgermeisterin Steffi Böhm in der jüngsten Sitzung der Kampener Gemeindevertreter. Und genau deshalb erwartet die Inselgemeinde auch wieder jede Menge Partygänger am bevorstehenden Pfingstwochenende.

Die seien ausdrücklich erwünscht und willkommen – das betonten die Kommunalpolitiker mehrmals in der Sitzung, aber auch, dass man in Kampen Respekt habe vor den anstehenden Feiern in verschiedenen Lokalitäten im Ort. Grund genug gibt es wohl dafür.

Ein Jahr zuvor: An Pfingstsonnabend hatten sich ab 14 Uhr rund 4000 Partygänger am Restaurant Sturmhaube versammelt um gemeinsam zu feiern. Sie waren dem Ruf von Veranstalter Peter Kliem gefolgt. Mit so einem Riesenandrang war allerdings weder von Sturmhauben-Restaurant-Leiter Ronny Rux noch von den spontan tätig gewordenen Einsatzkräften gerechnet worden. Die schritten ein, weil die Veranstaltung eskaliert sei, so Ordnungsamtsleiterin Gabriele Gotthardt damals. Von Seiten der Polizei wurde der Begriff „Chaos“ verwendet, und sie hätten Menschen richtig wegtreiben müssen.

Um das Gelände der Sturmhaube herum bot sich dem Betrachter am Morgen danach zertrampelte Blumenbeete und auch der Spielplatz hatte dem Besucheransturm nicht standgehalten. Im übrigen Gemeindegebiet hatten Anwohner noch tagelang damit zu tun, Scherben und andere Hinterlassenschaften der feiernden Gäste zu beseitigen.

15 Meetings hätten seit dem letzten Pfingstfest stattgefunden, erklärte Steffi Böhm am Mittwoch. Die Gemeinde habe sich mit den Gastronomen, Polizei, Ordnungsamt und dem Deutschen Roten Kreuz zusammengesetzt, um die jetzt anstehenden Pfingstfeierlichkeiten gemeinsam zu meistern. Neben den Gastronomen hat auch die Gemeinde Kampen für das Wochenende eigene Security-Mitarbeiter engagiert. Diese werden sowohl am Strandübergang Sturmhaube, am Strand selbst und im gesamten Gemeindegebiet Präsenz zeigen. Man müsse sich auch darüber im Klaren sein, dass 95 Prozent fröhlich feiern und lediglich fünf Prozent über die Stränge schlagen würden, so Böhm. Die zwölf Gemeinde-Sicherheitsleute sind angewiesen, die Feiernden freundlich anzusprechen und beispielsweise darauf hinzuweisen, ihren Müll ordnungsgemäß zu entsorgen. Von Freitag bis Montag werden sie ab Mittags im Einsatz sein.

Gemeindevertreter Sven Scheppler wies darauf hin, dass Kampen immer schon eine Partyhochburg an Pfingsten war. Das habe Tradition. „Wir sind gern Partylocation, es darf aber nicht sein, dass es völlig überlaufen wird.“

Gabriele Gotthardt sagt, dass das Ordnungsamt der Gemeinde beratend zur Seite stand, was die Partys in Kampen angehe. Aber nach den Erfahrungen im letzten Jahr werden die Feierlichkeiten genauer im Auge behalten. „Eine Masse an Menschen birgt immer ein gewisses Gefahrenpotenzial.“ Andererseits haben die Gastronomen im Gegensatz zum letzten Jahr Eintrittskarten zur Bedingung gemacht. Außer am Freitagabend, da sind einige Partys offen für Jedermann. „Wir gehen da jetzt positiv ran und sind gut aufgestellt“, so Steffi Böhm.

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