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List auf Sylt : Käufer für das O-Heim steht fest

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Das Bieterverfahren um das Lister O-Heim ist abgeschlossen: Vermutlich wird die Lanserhof GmbH das Grundstück für eine Spa-Klinik erwerben.

von
erstellt am 20.Aug.2014 | 05:23 Uhr

Das Bundesamt für Immobilienaufgaben (BImA) hat sich für einen Käufer für das Lister Offiziersheim entschieden: Doch wer das fünf Hektar große Areal mit den vier Strandhäusern in bester Wattlage erwirbt, das steht offiziell noch nicht fest – oder, wie es Lists Bürgermeister Wolfgang Strenger ausdrückt: „Darüber wird bisher der Mantel des Schweigens gehüllt“.

Ein Name fällt allerdings im Inselnorden immer häufiger: Die Lanserhof GmbH, die Gesundheitsresorts in Lans, am Tegernsee und in Hamburg betreiben und auch beim ersten Bieterverfahren vor fünf Jahren Interesse an dem Areal gezeigt haben sollen. Die Geschäftsführung der GmbH ließ auf Anfrage der Sylter Rundschau mitteilen, dass dieses Gerücht bekannt sei – man wolle es derzeit aber nicht kommentieren.

Mit ihren exklusiven Spa-Gesundheits-Klinken ähneln die Lanserhöfe den Plänen einer Investorengruppe um den Geschäftsmann Clemens J. Vedder. Auch sie hatte sich mit dem Ziel am Bieterverfahren beteiligt, dort ein exklusives Medical Spa zu bauen (wir berichteten). Außerdem bot die A-Rosa Resort und Hotel GmbH mit – sie wollte ihr Hotel um einige Suiten für ein exklusives Gästeklientel auf dem Nachbargrundstück erweitern. Sowohl A-Rosa, als auch die Investoren um Vedder sind im Laufe desVerfahrens ausgestiegen – aus kaufmännischer Sicht habe ein Weiterbieten keinen Sinn mehr gemacht, hört man von beiden Gruppen. Während Experten einen Kaufpreis von 15 Millionen für realistisch halten, hält sich auf der Insel das Gerücht, das Areal sei für über 17 Millionen verkauft worden. „Von diesem Gebot waren wir ganz weit entfernt“, sagte A-Rosa-Direktor Gordon A. Debus gegenüber unserer Zeitung. Auch wenn er es bedauerlich findet, dass das A-Rosa nicht den Zuschlag für das Gelände erhalten habe, blicke er grundsätzlich optimistisch in die Zukunft. Sollte dort beispielsweise ein Gesundheitshotel entstehen, könnte er sich Synergieeffekte vorstellen. Und: „Wir freuen uns generell über alles, was einen positiven Effekt für die Ortsentwicklung in List hat“, so Debus weiter.

Formal ganz abgeschlossen ist das Bieterverfahren um das O-Heim allerdings immer noch nicht: Auch wenn sich die BImA für einen Bieter entschieden hat, muss das Finanzministerium dem Verkauf noch offiziell zustimmen. Hermann-Josef Huber, Verkaufsleiter der BImA in Kiel, schätzt, dass dies bis zum September geschehen sein sollte. Er widerspricht außerdem einem weiteren Gerücht, das auf der Insel die Runde macht – dass nämlich der Gewinner des Bieterverfahrens den Preis für das Grundstück gar nicht zahlen könne: „Die Kaufpreiszahlung ist sichergestellt“, betont Huber. Wie viel gezahlt werden wird, dazu äußert sich die BImA nicht. Der Grund für Gerüchte über die Zahlungsfähigkeit der Bieter könnte damit zusammenhängen, dass der erste Verkauf des Grundstücks aufgrund von unrealistischen Investorenpläne rückabgewickelt werden musste.

 

 

 

 

 

 

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