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Right Livelihood Award Foundation : Jury berät auf Sylt über Alternativen Nobelpreis

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Über die Sieger des Alternativen Nobelpreises wird in diesem Jahr auf Sylt beraten. Die internationale Jury trifft sich im Hotel vier Jahreszeiten.

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erstellt am 14.Aug.2014 | 05:06 Uhr

Wer soll in diesem Jahr für sein zukunftsweisendes Projekt ausgezeichnet werden und den Alternativen Nobelpreis bekommen? Diese Entscheidung wird im September zum ersten Mal auf Sylt gefällt. Die elfköpfige internationale Jury der Right Livelihood Award Foundation wird am 10. September auf der Insel ankommen und sich über das Wochenende im Hotel Vier Jahreszeiten in Westerland beraten.

120 Vorschläge aus der ganzen Welt sind seit Jahresbeginn eingegangen, an höchstens vier von ihnen kann der mit 57 000 Euro dotierte Preis verliehen werden. Die Preisträger aus den vergangenen Jahren setzen sich zum Beispiel für die Menschenrechte, den Naturschutz oder die Vernichtung von Chemiewaffen ein. Schleswig-Holsteiner waren allerdings bisher nicht dabei. 20 von ihnen wurden zwar in der Vergangenheit vorgeschlagen, doch bekommen haben sie den Preis noch nie.

Dass gerade Sylt als Standort für die Jury ausgewählt wurde, ist kein Zufall: Vorstandsmitglied Dr. Juliane Kronen hatte ihre Doktorarbeit bei dem Inhaber des Vier Jahreszeiten Hotels Prof. Dr. Norbert Szyperski geschrieben. Kronen erinnerte sich im vergangenen Jahr daran, dass ihr Doktorvater und seine Familie ein Hotel auf Sylt besitzen und konnte ihn von der Idee gleich überzeugen: „Wir sind dankbar und ein wenig stolz, diese bedeutsame Jury in unserem Hotel aufnehmen zu dürfen“, sagt Szyperski. Das besondere an diesem Preis sei, dass er sich von anderen unterscheide. Denn hier werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die nicht im Brennpunkt stehen, aber auch gerade deshalb in allen Teilen der Erde der Menschlichkeit so erfolgreich dienen können.

Für Ole von Uexküll, Executive Director der Stiftung, ist Sylt ein idealer Ort für die Jury: „Denn wo kann man sich besser einmal zurückziehen und in Ruhe nachdenken, als an einem der langen Strände?“ Während sich die Jurymitglieder an dem Wochenende ganz zurückgezogen der Auswahl widmen werden, findet am Freitag, 12. September, auch eine öffentliche Veranstaltung zu dem Nobelpreis statt. Der Preisträger von 2010, Nnimmo Bassey aus Nigeria, wird auf Englisch über seine Arbeit als Umweltschützer berichten. In seinen Werken versucht er, die Folgekosten der Ölförderung für die Menschheit aufzuzeigen. Anschließend findet eine Gesprächsrunde mit Preisgründer Jakob von Uexküll und der Vorsitzenden Dr. Monika Griefahn statt. Beginn ist um 18 Uhr im Kaamp-Hüs. Zehn Tage nach der Jury-Entscheidung auf Sylt werden die Gewinner am Donnerstag, 25. September, in Stockholm bekannt gegeben.


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