Royaler Besuch : Jürgen Worlitz: „Fürst Albert ist kein Sunny-Boy“

Fürst Albert II. von Monaco wird Ende dieses Monats Sylt besuchen – allerdings nicht in Begleitung der Fürstin.
Fürst Albert II. von Monaco wird Ende dieses Monats Sylt besuchen – allerdings nicht in Begleitung der Fürstin.

Adelsexperte Jürgen Worlitz verrät, was Sylt vom Staatsoberhaupt von Monaco bei seinem Besuch auf der Insel Ende Mai erwarten darf

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16. Mai 2015, 05:58 Uhr

Fürst Albert II. von Monaco kommt Ende diesen Monats nach Sylt, um hier einen Vortrag zum Thema Hochwasserschutz zu halten (wir berichteten). Was vom Klimaschutz-Engagement des Staatsoberhaupts des Zwergstaates zu halten ist und wie der Fürst privat ist, verrät Adelsexperte Jürgen Worlitz.

Dass dem Fürsten das Thema Küstenschutz ein ernsthaftes Anliegen ist, davon ist der gebürtige Kieler und freie Journalist überzeugt: „Ich halte Fürst Albert in Sachen Umweltschutz für absolut glaubwürdig und kompetent.“ Schließlich habe der Großvater des Fürsten, Albert I, in Monaco das renommierte Institut für Meereskunde, das „Musée et Institut océanographique“ geründet – Albert II. habe deshalb von Kindesbeinen an Bekanntschaft mit Koryphäen der Meereskunde gemacht. Auf der Insel veranstaltet eine Stiftung des Fürsten im Lister Hotel A-Rosa, am 29. Mai, eine Klimaschutz-Konferenz, zu der unter anderen der Ex-Bundesumweltminister Klaus Töpfer und Meteorologe Sven Plöger geladen sind.

„Auf Sylt wird sich der Fürst sicherlich wohlfühlen“, glaubt Worlitz – schließlich ziehe Deutschlands bekannteste Urlaubsinsel ein ähnliches Klientel an wie das mondäne Fürstentum. „Wahrscheinlich wird er dort auf Bekannte treffen. Einige verbringen ja den Hochsommer auf der Insel, um später im Jahr an die Côte d’Azur weiter zu reisen.“

Verständigungsprobleme mit alten und neuen Bekannten, weiß der Royal-Kenner, wird der Fürst auf Sylt keine haben: Neben Französisch und Englisch spreche er auch ein wenig Deutsch. Ohnehin habe der Sohn von Hollywood-Schauspielerin Grace Kelly eine enge Verbindung zu Deutschland: Zum einen sei er regelmäßig in München, zum anderen nehme der begeisterte Sportler an Bobmeisterschaften im Sauerland teil.

Berührungsängste mit dem Liebling der Klatschpresse, dem einst unter anderem ein Verhältnis mit Claudia Schiffer nachgesagt wurde, brauche man nicht zu haben: „Der Fürst ist ein ruhiger, besonnener Mensch“, sagt Worlitz, „kein Sunnyboy – aber er kann wirklich sehr lustig sein.“ Ob dem so ist, davon werden sich die geladenen Gäste Ende dieses Monats überzeugen können.

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