WM Finale auf Sylt : Jürgen Klopp & Co auf Sylt im Weltmeister-Rausch

Jürgen Klopp feiert auf Sylt den Weltmeistertitel.
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Jürgen Klopp feiert auf Sylt den Weltmeistertitel.

WM-Fieber auf der Insel. Überall wurde geguckt, gebangt, gefeiert – oft in großen Gruppen, aber immer mit einem Favoriten: Deutschland!

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15. Juli 2014, 10:21 Uhr

Sylt | „Die haben einfach alles richtig gemacht“, jubelt Herbert Seckler. Nach dem grandiosen WM-Sieg der deutschen Elf, den der Sansibar-Wirt „voller Spannung verfolgt“ hat, ist er sich mit seinem Freund Günter Netzer einig, „dass unsere Jungs eine großartige WM hingelegt haben. Da kann man reden, was man will. Es war einfach toll, wie Jogi die Mannschaft trainiert und fit gemacht hat“.

So sieht es auch Jürgen Klopp, der zum WM-Finale in der Sansibar Stargast einer exklusiven Veranstaltung von Philips war. Das Unternehmen hatte dazu rund 100 Fußballfans eingeladenen. Eine Einladung, die man auch gewinnen konnte. Klar, dass der Elektrogeräte-Hersteller die Sansibar mit feinsten Hightech-Geräten ausgestattet hatte, um Klopp und den Gästen die besten Bilder und Töne aus Rio de Janeiro zu bieten.

Ganz anders sah es im Kampener Manne Pahl aus. „Ich hatte meine Fernseher mit alten WM-Trikots geschmückt“, erzählt Pius Regli. „Das sind kleine TV-Altäre. Und diesmal hat es ja auch genützt“, freute sich noch gestern der Schweizer, dessen Manne Pahl nicht nur zu Joachim Löws Sylter Lieblingsrestaurants gehört. Pius Regli ist mit Löw befreundet. Eine Tatsache, die auch dazu führte , dass Regli am Sonntag Besuch von einem Spiegel-TV-Team hatte. Die drehen gerade ein Löw-Porträt und wollten vom Sylter Promi-Wirt wissen, wie er denn den National-Trainer sieht und charakterisiert. „Ein cooler Typ ist Löw überhaupt nicht“, weiß Regli, „eher ein reservierter und sehr konzentrierter. Dass die Deutschen manchmal mit ihm fremdeln, liegt wohl auch an seiner Sprache. Er ist ja nahe der Schweizer Grenze aufgewachsen und da muss man als Deutscher schon sehr genau hinhören und Zeit mitbringen, um ihn zu verstehen“. Regli gibt auch unumwunden zu, dass er einige der umstrittenen Aufstellungen von Löw genauso kritisiert hat, wie die anderen 80 Millionen deutschen Hobby-Trainer. „Aber jetzt muss man sagen, der Mann hat einfach alles richtig gemacht. Asche auf mein Haupt!“ Dennoch ist Pius Regli schon ein bisschen stolz auf seinen Tipp zum Finale. „Ich habe den Spiegel-TV-Leute gesagt, dass wir in der regulären Spielzeit ein 0:0-Stand haben werden“. Was Regli dem Fernsehteam noch über Löw erzählt hat, kann man morgen (Dienstag) Abend bei VOX sehen. Aus der brodelnden insularen Gerüchteküche steigt zudem die Meldung auf, dass der Bundestrainer in wenigen Tagen nach Sylt kommt. Wir werden sehen...

Nicht gesehen wurde ein anderer Fußball-Star, der sich angeblich das WM-Finale irgendwo auf Sylt angeschaut haben soll: Karl-Heinz Rummenigge. Aber auf der Insel gab es ja einige Orte, die sich über Gäste freuten und schnell ein volles Haus hatten. „Wir hatten bestimmt 700 Zuschauer und mussten nach einer gewissen Zeit zumachen“, berichtet Elke Wenning von der Sylt Quelle in Rantum. „Wir hätten bestimmt doppelt so viele Besucher reinlassen können, allein auch wegen der schlechten Witterung“, schätzt die Meerkabarett-Managerin den Ansturm ein, den die Sylt Quelle erlebte.

Die Westerländer Kinowelt war ebenfalls rappelvoll – alle Plätze in sämtlichen Sälen waren besetzt. „Eine Riesenstimmung“, jubelte Lefke Hansen später, die mit ihrer Clique zum wiederholten Mal im Kino „Jogi und seine super Jungs“ sah.

Besonderer Beliebtheit erfreute sich die große LED-Wand der Naturgewalten in List. „Unser Public Viewing war eine Erfolgsnummer“, verrät Christina Rehr vom Erlebniszentrum: „Wir hatten bei optimalen äußeren Bedingungen über 1000 Zuschauer allein draußen“, berichtet die Pressereferentin des Zentrums. Am Sonntag waren es Open Air etwa 400 und im Erlebniszentrum noch einmal so viele.

Egal, wo man auf Sylt das WM-Finale zitternd vor Spannung erlebt hatte, die Erleichterung und unbändige Freude wurde auf der ganzen Insel gefeiert. Spontane kleine Feuerwerke, Jubelgesänge und Autos mit begeistert hupenden Fußballfans bestimmten Bild und Ton der Insel noch bis weit nach Mitternacht.

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