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Ausstellung : Jenseits von Klischees: Gruppen-Porträts aus Soweto

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Ungewöhnliche Bilder aus Soweto zeigt der finnische Fotograf Tuomo Manninen ab Freitag im kunst:raum Sylt Quelle in Rantum. Die Gruppenbilder gewähren einen ungewohnten Blick auf Afrika.

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erstellt am 05.Sep.2013 | 11:23 Uhr

2011 war der finnische Fotograf Tuomo Manninen bereits auf Einladung der Stiftung kunst:raum sylt quelle einen Monat „artist in residence“ in ihrer Dependance in Johannesburg Südafrika und führte seine Reihe von Gruppenportäts Me/We mit Gruppenportäts aus Soweto fort. Ab morgen stellt der Künstler bis zum 7. Januar 2014 seine Bilder in der Sylt Quelle aus.

Soweto ist das wohl berühmtest Township der Welt, gegründet zu Apartheidzeiten als Ghetto für die schwarze Bevölkerung war es ein wichtiger Ort des Widerstandes gegen das Regime aber auch als Ort der Gewalt und Armut bekannt. Heute gehört Soweto mit seinen ca. 3 Millionen Einwohner zu Johannesburg. Tuomo Manninen zeichnet in seinen Gruppenporträts ein Bild dieser Stadt jenseits von Klischees und Vorurteilen und erzählt von den Bewohnern dieser modernen Metropolis.

Seit Mitte der 1990er Jahre richtet der renommierte Fotograf, der 2001 an der 49. Biennale von Venedig teilnahm, den Fokus seiner Kamera auf unterschiedlichste Gruppen von Menschen, die er an ihren spezifischen Orten fotografiert: die Akkordeon-Band der Straßenbahngesellschaft in Helsinki, Mitlieder eines Motorradclubs in Riga, ein Verein von Kaninchenzüchtern in Recklinghausen.

Mit seinen Bildern überführt Tuomo Manninen ein klassisches Motiv der Kunst- und Kulturgeschichte in die Gegenwart: das Gruppenporträt. Doch während die Bildgattung über Epochen von den Vorgaben und Vorstellungen der Auftraggeber geprägt war, gelingt es dem Künstler jenseits repräsentativer und gesellschaftlicher Zwänge in die Lebenswelt der Dargestellten zu schauen. Die Sylter Austellung des Finnen wird am Sonnabend, 7. September, ab 17 Uhr offizielle eröffnet.



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