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Sylter Rundschau

23. September 2017 | 00:38 Uhr

Kampen : Jazz und Stars, umsonst und draußen

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Am Donnerstag und Freitag lockt „Kampen Jazz 2017 by Till Brönner“ wieder viele Musikfreunde an die große Bühne am Strönwai

von
erstellt am 04.Jul.2017 | 19:04 Uhr

Mittwoch Mittag um zwölf Uhr ist Übergabe – dann muss die große Bühne auf dem Parkplatz am Strönwai stehen. Wenn die Bühnenbauer ihren Job erledigt haben, rücken die Licht- und Tontechniker an. Alles, damit am Donnerstag und Freitag zum zweiten Mal Kampen Jazz stattfinden kann. Und mehrere Tausend Besucher wieder begeistert sind von cooler Livemusik unter freiem Himmel.

Die Wettervorhersage ist vielversprechend, die nächsten Tage soll es trocken bleiben. „Wir haben offensichtlich Glück mit dem Wetter“, glaubt Veranstalter Dariush Mizani. Letztes Jahr, bei der Premiere von Kampen Jazz am 3. und 4. August, sah die Prognose schlechter aus – Sturm mit Windstärke 8 und Regen waren angesagt. „Doch dann hat sich der Himmel rechtzeitig aufgeklart“, erinnert sich Mizani. An zwei Abenden genossen jeweils rund 1000 Zuhörer die Musik von Till Brönner mitsamt Orchester, Peter Fessler, Inusa Dawuda, Giovanni Weiss und der Band Incognito.

In diesem Jahr folgen wieder große Namen dem Ruf von Star-Trompeter und Festivaldirektor Till Brönner (46) auf die Insel: Peter Fessler, Bob James und die Band Shakatak. Der deutsche Jazzmusiker Peter Fessler war schon im letzten Jahr dabei – sein Hit „New York – Rio – Tokyo“, begleitet von Till Brönners Bigband, gehörte zu den Höhepunkten der Kampen-Jazz-Premiere.

Fessler macht am Donnerstag um 18 Uhr den Auftakt. Gegen 20.15 Uhr schließt sich der Auftritt von Till Brönner mit seiner zwölfköpfigen Band an.

Am Freitag startet das Programm um 18 Uhr mit dem Pianisten Bob James. Der im US-Bundesstaat Missouri geborene Musiker gilt als einer der Urväter der Fusion Music der 70er Jahre und veröffentlichte zahlreiche Soloalben. Mittlerweile hat er sich dem zeitgenössischen Jazz und dem Smooth Jazz verschrieben. Am Strönwai wird Bob James von zwei Kollegen unterstützt – Harvey Mason am Schlagzeug und Christian von Kaphengst am Bass.

Am Freitag um 20.15 Uhr folgt dann Shakatak – ein Bandname, der für internationale Discoerfolge in den 80er Jahren steht: „Down On The Street“ wurde 1984 zum Hit, „Mr. Manic & Sister Cool“ 1987. In Deutschland geriet Shakatak bald wieder in Vergessenheit, doch in der Heimat Großbritannien und insbesondere in Japan haben ihr Jazz und Funk bis heute eine treue Fangemeinde.

Bob James ist bereits Dienstag nach Sylt angereist, die anderen Musiker treffen Mittwoch auf der Insel ein. Till Brönner stand mit seiner Band gestern noch bei der Jazz Baltica in Lübeck auf der Bühne der Musik- und Kongresshalle. Untergebracht sind die Musiker, die Bühnenbauer und die Techniker – insgesamt über 50 Leute – in Hotels in Kampen, Wenningstedt und Westerland. Bei einem nicht-öffentlichen Warm-Up heute Abend im Hotel Rungholt treffen die Musiker und Organisatoren auf die Sylter Gastgeber, Presse und Sponsoren. „Ohne Sponsoren“, sagt Dariush Mizani, „wäre eine solche Veranstaltung gar nicht möglich.“ Die Kosten für Kampen Jazz schätzt er auf einen mittleren sechsstelligen Betrag. Die Gäste können sich freuen – für sie ist der Besuch der Show am Strönwai kostenlos.

Dariush Mizani erwartet auch einige Prominente in Kampen: Die Schauspieler Stephan Luca („Keinohrhasen“), Kostja Ullmann („Mein Blind Date mit dem Leben“) und „Technik-Nick“ Antoine Monot jr. stehen auf der Gästeliste, vielleicht reist aus Hamburg auch noch der ehemalige HSV-Stadionsprecher Marek Erhardt („Da kommt Kalle“) an.

Wer Musiker und vielleicht auch Promis treffen möchte, hat dazu Gelegenheit am Freitag zwischen 11 und 16 Uhr im Bekleidungsgeschäft "Different Fashion", nebenan in der Kampener Kurhausstraße 1. Beim "Juvia Jazz Brunch" feiert die "Juvia Men"-Kollektion von Judith Dommermuth Premiere. Insbesondere zwischen 12 und 14 Uhr stehen Till Brönner, Model Monica Ivancan, Ex-Fußballer Christoph Metzelder, Kostja Ullmann und Antoine Monot jr. auf der Gästeliste. Ein Foodtruck und eine Champagnerbar sorgen fürs leibliche Wohl, Discjockey Wolf Kolster für die Musik.

Die Bühne auf dem Parkplatz an der Ecke Hauptstraße/Strönwai ist genauso groß wie im Vorjahr – 22 Meter breit, zwölf Meter tief, zehn Meter hoch. Am Wochenende war sie noch auf Rügen im Einsatz, am Montag standen die beiden Sattelschlepper pünktlich in Kampen, berichtet Produzent Patrick Layer. Der Wahl-Hamburger aus Heidelberg kennt die Insel nicht nur von Kampen Jazz, sondern auch als Projektleiter des Windsurf World Cups.

Wenn das Finale von Kampen Jazz 2017 am Freitag gegen 23 Uhr zu Ende geht, beginnt die Arbeit für die Techniker und Stagehands. Bis zwei Uhr müssen Licht und Ton wieder zurück in den Sattelschlepper, dann rücken wieder die Bühnenbauer und Roadies an. Während die Kampen-Jazz-Gäste vermutlich längst schlummern und sich auf Kampen Jazz 2018 freuen.

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