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Campus-List : Internatsschule in List doch erst 2010?

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Während Schulplaner Graf von Hardenberg nur noch auf den Zuschlag der Gemeinde List für die Realisierung des Campus-Geländes wartet, verhandelt diese noch mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).

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erstellt am 04.Nov.2008 | 09:23 Uhr

List | Als Quantensprung für List und die Insel hatte sie Bürgermeister Wolfgang Strenger bezeichnet und auch 160 Zuhörer zeigten sich begeistert: Vor fast einem Jahr wurden die Pläne Philipp Graf von Hardenbergs (49) für den Uni-Campus und das College auf dem MVS-Gelände erstmals öffentlich vorgestellt.
"Hausaufgaben gemacht"

Mittlerweile sieht der Hamburger all seine Hausaufgaben als erledigt an: "Wir sind fertig und warten nur noch auf den Zuschlag durch die Gemeinde", erklärte von Hardenberg gestern auf Nachfrage unserer Zeitung. Damit der anvisierte Eröffnungstermin September 2009 eingehalten werden könne, "sollte die Tinte unter dem Erbpachtvertrag im Februar getrocknet sein". Er gibt jedoch zu, dass er diesbezüglich aktuell etwas skeptisch sei.

Fest steht: Die Verhandlungen der Gemeinde List mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) über den Erwerb des Kasernen-Areals dauern an. Auch Strenger unterstützt nach wie vor die Zielvorstellung, dass die Schule mit Internat zum Schuljahr 2009/2010 ihren Betrieb aufnehmen kann. "Zeitlich entscheidet sich das allerdings erst um den Jahreswechsel herum."
Refinanzierung über Erbpachtzins

Die Refinanzierung des Grundstückes, so Strenger, wolle man über den Erbpachtzins erzielen. Der Kaufpreis dürfe also keine astronomischen Höhen erreichen, wolle man die Pacht für einen Bildungsträger finanzierbar halten. Der Bürgermeister unterstrich, dass es für die Gemeinbedarfsfläche lediglich ein Planrecht für Bildung und Forschung gibt und dass sich die Gemeinde im Erbbaurechtsvertrag als Eigentümer ein Mitbenutzungsrecht beispielsweise des geplanten Mehrzwecksaales und der geplanten Sportanlagen sichern will.

Dass Strenger dabei auf die Unterstützung Hardenbergs setzen kann, verdeutlicht dessen Aussage: "Wir wollen in der Gemeinde Fuß fassen. Sowohl der Bildungsträger als auch die Gemeinde sollen profitieren. Sylt bietet ein ideales Lernumfeld, wir wollen hier an möglichst viele Projekte andocken."
Alle Gebäude durchgeplant

Bis heute, sagt Hardenberg, habe er schon sechs Begehungen mit Architekten über das Areal gemacht, "jedes Zimmer in allen 22 Gebäuden ist bereits detailliert durchgeplant". Auch den Kernbestand an Mitarbeitern habe man zusammen. An der Schule sollen 300 bis 350 Schüler unterrichtet werden. Geplant ist, gleichzeitig mit der Schule auch die Nordsee-Akademie Sylt zu eröffnen, die sich der Erwachsenenbildung verschrieben hat. "Wir sind von dem Projekt total überzeugt, wenn es mit der Eröffnung im nächsten September nichts wird", sagt Hardenberg, "dann verschieben wir sie eben um ein Jahr."

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