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Tinnum : Inselzoo mit über 40 Jahren Geschichte

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Der Tierpark ist seit über 40 Jahren ein Familienunternehmen/ Auf 50 000 Quadratmeter leben in dem Inselzoo 400 Tiere

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2013 | 08:26 Uhr

Tinnum | Wer glaubt, maurische Landschildkröten gehörten nach Mauretanien, Schnee-Eulen in die Arktis und Stachelschweine in die asiatische Savanne, der irrt. Auch mitten in Tinnum haben diese exotischen Tiere eine Heimat gefunden: Im Tierpark Tinnum leben auf einer Fläche von 50 000 Quadratmetern rund 400 Tiere. Seit mittlerweile 42 Jahren führt die Familie Christiansen den Familien-Zoo mit viel Herzblut. "Als mein Mann damals die Idee hatte, einen Tierpark zu eröffnen, da war ich damit zuerst gar nicht einverstanden", gibt Martha Christiansen heute lachend zu. Doch schon nach zwei Jahren war die heute 75-Jährige voll in den Zoobetrieb eingebunden. Zuvor hatte die Familie den Marienhof in der Tinnumer Dirksstraße bewirtschaftet und eine Ponyvermietung betrieben. Seit fünf Jahren ist der Bauernhof verkauft. "Als Vorbild für unseren Park hat damals der Zoo in Geiselwind bei München hergehalten", erklärt Tierparkgründer Andreas Christiansen. Heute sitzt der über 70-Jährige im Rollstuhl und sein Sohn Hauke hat die Geschäftsführung übernommen.

Erster Zoo-Bewohner nach der Park-Gründung war im Jahr 1971 ein einzelner Rotfuchs. Kurz darauf kamen Fasane und ein Esel dazu. Heute begegnen dem Besucher auf dem gepflegten und weitläufigen Gelände Alpakas, Uhus, Papageien oder ein Steppenadler. Dabei soll das Parkkonzept besonders Kinder ansprechen: Abseits der Gehege gibt es Tretboote, eine Springburg oder einen ausrangierten Trecker zu entdecken. Die großen Attraktionen wie Raubkatzen, Eisbären oder Flußpferde, wie sie Hagenbeck in Hamburg zeigt, sucht man in Tinnum vergeblich. Schon jetzt ist die Arbeit im Park nur von der ganzen Familie und einigen Angestellten zu bewältigen.

Die Arbeit zwischen Gänsen, Schildkröten und Eseln bereitet Martha Christiansen bis heute Freude - auch wenn sie ursprünglich gegen die Tierpark-Idee war. "Meine Tier- und Pflanzenliebe spendet mir hier immer wieder Glück." Seit Himmelfahrt hat der Familienpark seine Tore wieder geöffnet.

Und auch in dieser Saison ist es schon wieder vorgekommen, dass Besucher direkt am Kassenhäuschen vorbeigehen, weil sie denken der Park sei öffentlich: "Die wedeln dann nur kurz mit ihrer Kurkarte und lächeln freundlich."

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