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Unterbringung von Flüchtlingen : Inselverwaltung sucht weitere Wohnungen auf Sylt

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Auf der Insel leben derzeit 120 Asylbewerber, weitere zehn Personen werden erwartet. Deshalb sind zusätzliche Unterkünfte erforderlich.

von
erstellt am 06.Aug.2015 | 05:30 Uhr

Aktuell werden durch die Inselverwaltung 120 Flüchtlinge auf Sylt betreut. 111 Personen sind in Westerland, Keitum und Tinnum untergebracht – davon sind 64 Männer, 26 Frauen und 21 Kinder. Weitere neun Personen leben bereits seit Jahren in Leck, teilte Nikolas Häckel mit. Die meisten der Flüchtlinge kommen aus Afghanistan, gefolgt von Somalia und Syrien. Der Bürgermeister der Gemeinde Sylt geht davon aus, dass der Insel in den nächsten 14 Tagen weitere zehn Personen zur Unterbringung zugewiesen werden. Deshalb sei jetzt eine zusätzliche Unterkunft in List angemietet worden.

Ob zukünftig auch das leerstehende Gebäude des Jugendaufbauwerks (JAW) im Norden Hörnums für Flüchtlinge genutzt werden kann, ist noch immer unklar. Wie von der Sylter Rundschau berichtet, gibt es unterschiedliche Auffassungen zwischen Nikolas Häckel und dem Hörnumer Bürgermeister Rolf Speth zu einer möglicherweise erforderlichen B-Plan-Änderung für die Landesliegenschaft. Zur Nutzung des JAW könne derzeit keine abschließende Aussage getroffen werden, sagte Häckel, der als Leitender Verwaltungsbeamter des Amt Landschaft Sylt inselweit für das Thema Asyl zuständig ist. Eine Besichtigung durch die Verwaltung habe stattgefunden. Jetzt würde ausgewertet, ob und wie das Gebäude zur Unterbringung welcher Anzahl von Personen geeignet sei.

„Parallel kalkulieren wir die Kosten des Umbaus und Betriebs, um danach eine Wirtschaftlichkeitsberechnung zu erstellen“, so Häckel. „Erst mit diesen Daten werden wir mit der Gemeinde Hörnum die Möglichkeiten besprechen, um uns dann gegebenenfalls mit dem Kreisbauamt über eine temporäre Nutzungsgenehmigung zu unterhalten.“ Aktuell setzt die Inselverwaltung den Beschluss einer dezentralen Unterbringung der Asylbewerber um. „Daher besichtigen wir wöchentlich Objekte und prüfen, ob diese geeignet sind“, sagte Häckel.



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