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Streit um Weststrand : Inselmitte kritisiert Lister Pläne

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Der Bauausschuss der Gemeinde Sylt ist nicht mit der Umgestaltung des Weststrandes im Inselnorden einverstanden

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Die ungeschriebene Regel „In die Belange anderer Inselgemeinden mischen wir uns nicht ein und die halten sich auch bei uns raus“, gilt seit dieser Woche nicht mehr. Der Bauausschuss der Gemeinde Sylt ist nicht mit den Plänen der Gemeinde List einverstanden, was die Neuplanung beziehungsweise Änderung des Bereichs Weststrand angeht. Wie berichtet, plant List unter anderem den FKK-Strand weiter in den Norden zu verlegen, die alte Strandkorbhalle abzureißen und den Neubau hinter der Weststrandhalle (siehe Grafik).

In der Einwohnerversammlung erklärte Bürgermeister Wolfgang Strenger, dass die Untere Naturschutzbehörde die Überarbeitung des Strandversorgungskonzeptes begrüße. Aus der Behörde hieß es gegenüber der Sylter Rundschau schriftlich dazu: „Insbesondere die vorgesehene Aufgabe des südlichen Standortes der Strandversorgung am FKK-Strand würde sich sehr positiv auf die umgebende Natur auswirken.“

Holger Weirup (SPD) ärgerte sich dagegen im Bauausschuss sichtlich: „List soll sich an das abgestimmte Strandversorgungskonzept halten, sonst hätten wir uns doch nicht so viel Arbeit machen müssen.“ Pirat Christian Thiessen äußerte Verständnis für den Inselnorden: „Wir, als Mitbewerber im Tourismus, haben es leicht. Unser Gemeindegebiet zieht sich direkt entlang der Küste. Wir sollten keine Stellungnahme zu dem Vorhaben abgeben.“ Doch genau das wurde mehrheitlich beschlossen. Kritisiert wird in dem Schreiben an List unter anderem, dass neuer Parkraum entsteht und die Strandkorbhalle zu groß und zu hoch wird.

Lists Kurdirektor Boris Ziegler entgegnet auf Nachfrage der Sylter Rundschau, dass seiner Meinung nach die Gemeinde Sylt einiges wieder gut zu machen habe. „Ich nenne nur mal die Schwimmbadentscheidung und die Fluggastgebühr.“ Außerdem würden die vorliegenden Pläne noch überarbeitet, gerade die erforderliche Höhe der Strandkorbhalle werde noch ermittelt. Im Übrigen seien die neuen Pläne immer im Tausch zu sehen. Beispiel: Am jetzigen FKK-Strand werde es künftig keinerlei Infrastruktur mehr geben und der Parkplatz dann automatisch nicht mehr genutzt werden. Dafür müssen neue Stellplätze an der Weststrandhalle geschaffen werden.

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