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Geburtshilfe auf Sylt : Insel zahlt für Hebammen

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Alle Gemeinden beteiligen sich an der Finanzierung der Rufbereitschaft. Ob aber auch alle Hebammen mitmachen, ist noch immer unklar.

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erstellt am 27.Aug.2015 | 05:30 Uhr

Finanziell ist jetzt alles in trockenen Tüchern für die neue Rufbereitschaft der Hebammen auf Sylt. Nach der Gemeinde Sylt beteiligen sich auch die Gemeinden List, Kampen, Wenningstedt-Braderup und Hörnum an der Finanzierung. Einstimmig hat der Amtsausschuss am Dienstag beschlossen, 25 Prozent der insularen Kosten von zirka 35  000 Euro zu übernehmen – das entspricht einer Beteiligung in Höhe von knapp 9  000 Euro. Darin sind anteilig sowohl die Kosten für die Rufbereitschaft selbst als auch die Kosten für die Versicherung bei einer Beteiligung aller drei Hebammen enthalten.

Der Rufbereitschaftsdienst kann damit wie geplant ab 1. Oktober dieses Jahres eingerichtet werden. Die Laufzeit ist zunächst bis 31. Dezember 2016 begrenzt. In der zweiten Jahreshälfte soll eine Evaluation stattfinden. Über die Ergebnisse wird dann den zuständigen Gremien berichtet. Die Kosten für den 15-monatigen Test der Rufbereitschaft betragen insgesamt ungefähr 80  000 Euro. Außer dem Geld der Sylter Gemeinden fließen Mittel der gesetzlichen Krankenkassen, des Landes Schleswig-Holstein und des Kreises Nordfriesland in den Gesamttopf. Auch die Haftpflichtversicherung in Höhe von knapp 6300 Euro je Hebamme soll übernommen werden.

Nach wie vor unklar ist, ob sich tatsächlich alle drei Sylter Hebammen an der 24-stündigen Rufbereitschaft beteiligen – dies wurde auch von den Bürgermeistern der Amtsgemeinden kritisiert. Es wäre ja schon schlimm genug, dass es keine Geburtenstation mehr auf Sylt und damit keine geborenen Insulaner mehr gebe. Ein ganzjähriger Notdienst sei deshalb das Mindeste, was man Einheimischen, aber auch Gästen anbieten müsse.

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