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Katastrophenschutz : Insel will neue Sirenen anschaffen

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Nach dem Ende des Kalten Krieges wurden sie bundesweit abgeschafft - jetzt wollen die Inselgemeinden wieder Sirenen einführen. Mithilfe der Warnanlagen soll die Bevölkerung im Falle einer Katastrophe gewarnt werden.

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erstellt am 25.Sep.2013 | 06:00 Uhr

Rund 184000 Euro – diese Summe möchten sich die   Inselgemeinden  die Modernisierung ihres Sirenenwarnnetzes kosten lassen. Dies geht aus einer Kostenschätzung hervor, über die der Feuerschutzausschuss heute (19 Uhr, Rathaus) zu beraten hat.   Demnach ist bis auf   Kampen und Rantum für alle Insel-Kommunen  die Neuanschaffung von Warnsirenen vorgesehen.

„Nach dem Ende des Kalten Krieges sind die Sirenen bundesweit abgeschafft worden, da Fliegerangriffe oder dergleichen  nicht mehr zu erwarten waren. Der Bund wollte die Anlagen nicht mehr unterhalten oder hat die Aufgabe an die Kommunen weitergegeben“, erklärt Ordnungsamtsleiterin Gabriele Gotthardt das Fehlen der Warnanlagen. Viele Geräte auf der Insel wurden seither nicht mehr gewartet – die meisten  sind abgebaut worden.

Bereits vor zwei Jahren habe man dann in der Runde der Inselbürgermeister eine Wiederanschaffung der Sirenen angeregt, so Gotthardt. Der Grund: „Mithilfe der Sirenen können wir die Menschen im Katastrophenfall alarmieren.“ Dabei sei der Alarm nur für den nächtlichen Weckruf gedacht. „Für die normalen Einsätze der Feuerwehr  wird auch weiterhin der stille Alarm verwendet – alles andere wäre einfach zu laut für die Menschen“, sagt Westerlands Wehrführer Jörg Elias.

Die genaue Anzahl  der anzuschaffenden Geräte ist noch nicht abschließend geklärt. Gabriele Gotthardt geht jedoch davon aus, dass allein in Westerland bis zu zehn Standorte für die Sirenenanlagen gefunden werden müssen. nje

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