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Rettungseinsätze auf Sylt : In der Not sind sie zur Stelle

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Zu insgesamt 5787 Einsätzen sind die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter des DRK Westerland im vergangenen Jahr ausgerückt

Immer auf Achse: Nahezu 16 mal am Tag waren die Fahrzeuge des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Westerland – statistisch gesehen – im vergangenen Jahr unterwegs. Allein 2  882 mal war dabei ein Rettungswagen im Einsatz, 1818 mal wurden Krankentransporte durchgeführt und 690 mal musste der Notarzt ausrücken. Hinzu kamen 397 Verlegungsfahrten von Patienten zum Festland.

Während der November mit 163 Notfällen den schwächsten Monat des Jahres darstellte, mussten die Retter im Spitzenmonat August jeweils 373 mal ausrücken. Unter anderem 43 Mal zum Strand, wo Schnittverletzungen durch Buhnenreste ebenso behandelt werden mussten wie zum Beispiel Kreislaufkollapse.

Viel Arbeit für die 23 hauptamtlichen Rettungsassistentinnen und -assistenten – drei davon sind in der Ausbildung – wie auch für die rund 50 Ehrenamtlichen der DRK-Bereitschaft: Insgesamt waren die Kräfte des DRK im Vorjahr über 73  000 Stunden im Einsatz, wobei allein die ehrenamtlichen Helfer 9  150 Stunden Präsenz zeigten.

Die Bandbreite der Einsätze reichte dabei von Schlaganfall-Patienten über den aufwändigen Abtransport eines verletzten Arbeiters aus einem Gleisbett der Bahn bis hin zur Lebensrettung einer Kellnerin, die beim Servieren stolperte und mit dem Hals in eine zerbrochene Flasche stürzte.

Gerüstet für alle Fälle: Mit einem Angebot von über 60 Kursstunden nahm die Weiterbildung 2014 einmal mehr einen wichtigen Platz ein, wobei die thematische Bandbreite vom „Trauma-Management“ bis hin zu „Kinder-Notfällen“ reichte.

„Eine wichtige Erfahrung waren im vergangenen Jahr die erstmaligen Hospitationen im Kreißsaal des Diakonissenkrankenhauses in Flensburg. 29 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter des DRK Westerland festigten dort ihre bisherigen Kenntnisse rund um die Geburt. Im Schnitt war jeder von ihnen bei drei Geburten dabei“, berichtet DRK-Rettungsdienstleiter Arne Dekarz.

Ein weiteres Novum nennt der DRK-Vorsitzende Karl-Heinz Kroll: „2014 haben wir die Notfallrettung auch auf den Bereich der Wasserrettung ausgedehnt – hier stehen rund 20 gut ausgebildete ehrenamtliche Kräfte zur Verfügung.” Überhaupt, so Kroll, könne man das Engagement der ehrenamtlichen Helfer gar nicht hoch genug bewerten. Mehr noch: „Im Vorjahr haben hauptamtliche Mitarbeiter in ihrer Freizeit 17 Rettungsflüge des SAR-Hubschraubers zum Festland freiwillig begleitet.”

Lob spricht Arne Dekarz „der hervorragenden Zusammenarbeit mit der Polizei, den Feuerwehren und der Klinik“ aus. „Einen besonderen Anteil daran hat auch die Feuerwehr Hörnum, die im Rahmen des First Responder-Prinzips 99 mal medizinische Ersthilfe leistete.“

Im Mai wird die Hörnumer Wehr zudem einen Notarztwagen erhalten, der beim DRK Westerland durch ein neueres Modell abgelöst wird.

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erstellt am 11.Mär.2015 | 09:54 Uhr

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