Syltlauf : Im Schottenrock durch Westerland

Läufer mit Kilt: John McGurk auf einem Friedenslauf nach Münster.
Läufer mit Kilt: John McGurk auf einem Friedenslauf nach Münster.

Mit einem Lauf von Münster nach Sylt will der Benefizläufer John McGurk Spenden für brasilianische Kinder sammeln

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13. April 2013, 08:36 Uhr

Sylt | Der laufende Schotte kehrt zurück: Nachdem der Benefiz- und Friedensläufer John McGurk bereits im vergangenen Jahr am Syltlauf teilgenommen hatte, wird der Botschafter des des Kinderhilfswerks terre des hommes im Juni erneut über die Insel rennen.

Diesmal will der schottische Extremsportler seinen Lauf in Münster beginnen und auf Sylt abschließen. Der Kraftakt soll dabei den Auftakt für eine zweijährige Benefizaktion in Deutschland und Brasilien bilden: Wie schon bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika, will der Friedensläufer McGurk seine vielen Einzelläufe mit dem Beginn der Weltmeisterschaft beenden. Damit will der Sport-Aktivist auf die Situation vernachlässigter Kinder in Brasilien hinweisen. McGurk hat schon viele Kilometer hinter sich gebracht und dabei Geld für hilfsbedürftige Kinder gesammelt: Über 800 000 Euro hat der gelernte Papiertechnologe bereits erlaufen. Geplanter Starttermin für den Lauf nach Sylt ist der 5. Juni. Nach mehreren Etappen möchte der Benefizläufer drei Tage später, am 8. Juni, gegen 15 Uhr bei der Sansibar in Rantum durchs Ziel gehen. "Wir sind froh, dass wir Herbert Seckler für die Aktion gewinnen konnten", sagt Mitorganisatorin Getrud Kösters vom Verein Sportler 4 a childrens world e.V. Der Verein kooperiert mit dem Kinderhilfswerk terre des hommes und hat sich zum Ziel gesetzt, Sport als Instrument zur Gewaltprävention und zur Persönlichkeitsentwicklung zu fördern.

Im konkreten Fall soll McGurks öffentlichkeitswirksamer Lauf dazu beitragen, das 360 brasilianische Kinder und Jugendliche im Alter zwischen vier und 18 Jahren die Möglichkeit zu regelmäßiger sportlicher Betätigung erhalten. Um diese Vorhaben finanzieren zu können - geplant sind Workshops, Turniere und Sportfestivals in einem Stadtteil der Metropole Sâo Paulo - wollen die gemeinnützigen Vereine mindestens 30 000 Euro Spendengelder sammeln. "Mit diesem Geld, das wir bis 2014 zusammenbringen wollen, sollen dann Sportgerät und die Gehälter für die Sozialarbeiter vor Ort gezahlt werden", berichtet Vereins-Geschäftsführerin Kösters.

Der Läufer im Schottenrock habe Sylt noch in guter Erinnerung, sagt Kösters: "Während des Syltlaufs hat ihm eine wildfremde Frau eine Spendendose übergeben - das hat ihn schon bewegt."

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