Ideen für Förder-Projekte gesucht

Mittels Klebepunkte signalisierten die Anwesenden unter anderem die Einschätzung von Chancen in der Zukunft Sylts.
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Mittels Klebepunkte signalisierten die Anwesenden unter anderem die Einschätzung von Chancen in der Zukunft Sylts.

In einem Workshop sprachen die Teilnehmer über mögliche Projekte, die durch die EU gefördert werden könnten

shz.de von
10. Juni 2014, 18:27 Uhr

Wie investiert man drei Millionen Euro am sinnvollsten? Mit dieser Frage beschäftigten sich in den vergangenen Wochen fünf Workshops zwischen Pellworm und Föhr – den Schlusspunkt setzte nun eine Ideenschmiede auf Sylt. Gefragt waren auch hier zukunftsweisende regionale Projekte, die eine Förderung durch die Europäische Union (EU) verdient hätten.

„Seit 2007 haben wir bereits 3,6 Millionen Euro aus dem EU-Zukunftsprogramm Ländlicher Raum erhalten. Nun beginnt die neue Förderperiode“, erläuterte Petra Büttner als Regionalmanagerin der AktivRegion Uthlande, dem Zusammenschluss der nordfriesischen Inseln und Halligen.

Der Ort des Sylter Workshops war ein symbolischer: Als eines von zwei Leuchtturm-Projekte der vergangenen Förderperiode war der Umbau des Muasem Hüs in Morsum zu einem Markttreff mit 750 000 Euro gefördert worden.

Enttäuscht waren die Organisatoren indes von der Resonanz: Obwohl der Landschaftszweckverband Sylt zuvor alle insularen Gemeindevertreter und Ortsbeiratsmitglieder angeschrieben hatte, erschienen gerade einmal neun Kommunalpolitiker – insgesamt waren es 25 Sylter Repräsentanten, die sich an diesem Abend ihre Gedanken machten.


Zunächst aber verschaffte sich das Kieler Projektbüro DSN einen Überblick der Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken der Insel Sylt. Dabei signalisierten die Teilnehmer ihre Einschätzungen – angefangen von der latenten Wohnungsnot bis hin zum gewünschten Ausbau der Elektromobilität. Elektromobilität war denn auch eines der förderungswürdigen Vorhaben, die von den in Gruppen aufgeteilten Akteuren benannt wurden. Auch eine verbesserte Energieeffizienz an öffentlichen Gebäuden, ein Mehrgenerationenhaus und eine Spielscheune zählten unter anderem zu den konkreten Wünschen.

All diese werden nun zusammen mit den Ergebnissen der anderen Workshops ausgewertet. Zudem haben alle Sylter noch die Möglichkeit, ihre eigenen Ideen zu äußern: Nachdrücklich bittet Ralf Duckert vom Projektbüro DSN die Bürger, sich bis zum 10. Juli an einer kurzen Online-Befragung auf der Homepage aktivregion-uthlande.de zu beteiligen.

Ende des Jahres soll dann über die Verteilung der Fördergelder entschieden werden. Norbert Limberg, zuständiger Koordinator vom Schleswig-Holsteinischen Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume: „Besonders gefragt sind Projekte, die der ganzen AktivRegion Uthlande zugute kommen.“ So erbrachte ein anderer Workshop etwa die Idee einer regionalen Job-Börse.




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