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Streit in der Inselliste : „Ich werde weiter kämpfen“

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Katinka Gosselaar und Lars Schmidt äußern sich zu den gegen sie erhobenen Vorwürfen – beide wollen das politische Feld nicht räumen.

Katinka Gosselaar, die Mitbegründerin und Fraktionsvorsitzende der Inselliste Zukunft Sylt, äußert sich in einer persönlichen Erklärung zu den Vorwürfen: „Ich bin die Gemeindevertreterin, die für Menschen eintritt, die keine Stimme haben, die sich schämen und schweigend ihr Schicksal erdulden. Für die, die ihr Leiden und ‚die Insel’ insgesamt kaum noch ertragen. Auch das ist nämlich die Realität auf Sylt, und dessen Überwindung eine der großen Herausforderungen für die Zukunft unserer Insel.“ Gosselaar ärgere sich täglich über ihre eigene Dummheit, heißt es weiter: „Doch ich stehe zu den Dingen, die ich getan habe und werde die juristischen Konsequenzen akzeptieren.“ Sie sei bestimmt nicht die vorbildlichste Gemeindevertreterin, und es gebe mit Sicherheit einige, die meinen, „ich solle mal den Rand halten, zurücktreten und endlich von der Insel verschwinden. Aber‚ liebe Freunde’, diesen ‚Gefallen’ werde ich Euch nicht tun. Ich werde weiter kämpfen auf dieser Insel.“

Einer, der persönlich immer zu Gosselaar gehalten hat und es ausdrücklich weiterhin tut, ist Lars Schmidt, der Vorsitzende der Inselliste. „Katinka Gosselaar hat ein großes Herz, aber eben viel Temperament. Sie ist ein gutes Schaf, das nicht unbedingt das weißeste Fell und sicher keine astreine Vita hat“, sagt Schmidt. „Doch das ist für mich kein Hinderungsgrund für ihre Tätigkeiten in den politischen Gremien und auch in unserer Wählergemeinschaft.“ Lars Schmidt äußert sein Unverständnis zu der Auseinandersetzung, vermisst das rechte Maß: „Wenn man mit gleichen Kriterien andere in unseren Reihen oder in der Gemeindevertretung beurteilen würde, wäre mehr als fraglich, wer das Recht hätte, den ersten Stein zu werfen!“

Er sieht in der Entwicklung zwar einen „Kollateralschaden für die Sache an sich“, allerdings keinerlei Anlass für einen Rücktritt von Gosselaar oder gar von ihm selbst als Vorsitzenden. „Wenn überhaupt, dann sollten andere ihre Konsequenzen ziehen!“ Auch seine Kandidatur für den Bürgermeisterposten erachtet er nicht als gefährdet. „Ich stehe zu meinen Prinzipien, warte gelassen die weitere Entwicklung ab. Jede Krise ist ja auch eine neue Chance!“

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