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„Ich treffe schon morgens viele Kollegen im Zug“

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

„Hier lerne ich gern“ – Sylter Azubis im Interview / Eine Aktion des sh:z Medienhauses Sylt

shz.de von
erstellt am 20.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Jacqueline Jacobsen (17) aus Niebüll hat ihren Realschulabschluss an der dänischen Schule gemacht. Seit August fährt sie jeden Morgen mit dem Zug nach Westerland, um ihre Ausbildungsstelle im H.B. Jensen Modehaus anzutreten.

Warum haben Sie sich für diese Ausbildung entschieden?
Ich wollte gerne etwas im Einzelhandel machen, aber nichts mit Lebensmitteln. Da hat mir die Richtung Textilien und Mode sehr viel besser gefallen.


Welchen Einfluss hatten Elternhaus, Schule oder Medien auf Ihre Berufswahl?
Meine Mutter kam auf die Idee, dass ich mich in verschiedenen Modehäusern bewerben könnte und brachte dann auch H.B. Jensen ins Spiel, weil wir das Haus von unseren Sylt-Aufenthalten in guter Erinnerung hatten.


Wie entscheidend war für Sie die Lehrstelle in diesem Betrieb?
H.B. Jensen ist ja ein großes und angesehenes Haus, das viele Chancen und Möglichkeiten bietet, das war mir für meine Ausbildung schon wichtig, damit man möglichst viel lernt.


Hätten Sie den Beruf auch ergriffen, wenn Sie nicht hier hätten lernen können?
Ja, meine Berufswahl stand ziemlich fest. Da ich auch Bewerbungen bis nach Flensburg und Hamburg abgeschickt hatte, denke ich, dass ich irgendwann eine passende Stelle gefunden hätte. Aber zum Glück hat mich H.B. Jensen recht schnell zum Probearbeiten eingeladen.

Wie wichtig ist es für Sie, dass Ihre Lehrstelle auf Sylt ist?
Das war nicht ausschlaggebend. Ich habe allerdings mehrere Bewerbungen nach Sylt geschickt, einfach weil die Insel von Niebüll aus gut zu erreichen ist.

Wie würden Sie Ihr Verhältnis zu den Ausbildern beschreiben?
Das ist bisher sehr gut. Sowohl der Chef, Herr Boettiger, als auch Frau Klössler, unsere Azubi-Beauftragte, sind jeder Zeit für mich da. Hier im Modehaus unterstützen mich vor allem der Hausleiter Herr Sievers und natürlich die älteren Kolleginnen.


Wie unterstützt Ihr Lehrbetrieb Ihre Ausbildung?
Wir haben jeden Donnerstag eine Azubi-Schulung bei der wir ganz konkrete Dinge behandeln, wie zum Beispiel wie man die Ware richtig präsentiert, wie man ein gutes Verkaufsgespräch führt und richtig mit den Kunden umgeht oder was es über die verschiedenen Stoffe und deren Pflege zu sagen gibt. Auch Situationen aus dem Alltag werden hier besprochen und nachgestellt, um im Kundengespräch möglichst gut auf alles vorbereitet zu sein.

Wie würden Sie das Betriebsklima beschreiben?
Das ist sehr gut. Vielleicht auch deshalb, weil ich schon morgens sehr viele Kollegen im Zug treffe und privat besser kennen lerne.


Wie empfinden Sie Ihre Arbeitszeiten?
Jetzt im Winter ist es recht entspannt. Wir arbeiten von 9.30 bis 18 Uhr, samstags bis 14 Uhr und sonntags ist geschlossen. Im Sommer sieht es dann etwas anders aus, denn dann haben wir länger geöffnet, auch sonntags. Aber für mich gilt das erst, wenn ich 18 werde.


Was macht Ihnen am meisten Spaß?
Das ist der Umgang mit den Kunden. Im Moment bin ich in der Herrenabteilung und fühle mich hier sehr wohl, weil die Verkaufsgespräche mit den Kunden meist sehr nett und erfolgreich sind. Die Männer freuen sich, wenn ich ihnen offen und ehrlich meine Meinung sage und auch mal zu einer anderen Farbe oder anderem Schnitt rate.


Welche Fortbildungs- und Aufstiegschancen haben Sie?
Ich habe die Möglichkeit, nach zwei Jahren meine Ausbildung als Verkäuferin abzuschließen oder noch ein Jahr dran zu hängen und dann meinen Abschluss als Einzelhandelskauffrau zu machen. Dann könnte man auch Teamleiter, bzw. Abteilungsleiter werden.


Was ist das Besondere an Ihrem Ausbildungsbetrieb?
Das ist die Vielfalt an hochwertigen Marken und sicher auch die speziellen Schulungen für die Azubis. Und nach dem Umbau ist das hier natürlich auch ein schicker Arbeitsplatz, der einfach Freude macht. Außerdem wird hier alles pünktlich und ordentlich geregelt.


Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Nach meiner Ausbildung würde ich gerne in die Großstadt gehen, vielleicht nach Hamburg, und mich dann hocharbeiten, um einen eigenen Shop leiten zu können. Mal sehen, was die Zukunft so bringt…




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