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„Ich liebe die Atmosphäre in Hotels“„Hier lerne ich gern“ – Sylter Azubis im Interview: Heute Hotel-Lehrling Julia Hedderich (33) / Eine Aktion des sh:z Medienhauses Sylt

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Julia Hedderich studierte an der Uni Kiel, bevor sie sich entschloss, eine Lehre im Hotelfach zu beginnen. Mittlerweile ist die 33-Jährige im dritten Lehrjahr zur Hotelfachfrau und genießt ihre Ausbildung im Keitumer Romantik Hotel Benen-Diken-Hof.

Warum haben Sie sich für diese Ausbildung entschieden?
Im Hotelfach hat man die Möglichkeit, mit Menschen auf verschiedenen Wegen zusammen zu arbeiten. Ich habe schon immer gern im Team gearbeitet und mich um die Wünsche und Sorgen in meinem Umfeld gekümmert. Außerdem habe ich neben dem Studium in der Gastronomie gejobbt und das machte mir immer viel Spaß.


Welchen Einfluss hatten Elternhaus, Schule und Medien auf Ihre Berufswahl?
Ich habe schon im Rahmen der Schulpraktika im Hotel gearbeitet und durfte mir dort verschiedene Abteilungen anschauen. Ich wusste bereits zu diesem Zeitpunkt, dass mir die vielfältige Arbeit im Hotel und der Umgang mit den Menschen Freude bereitet und mein privates Umfeld hat dies stets unterstützt und mich bestätigt.


Wie entscheidend war für Sie die Lehrstelle in diesem Betrieb?
Ich wollte schon immer gerne ans Meer und habe nach einem Haus mit privater Atmosphäre gesucht. Ein Freund gab mir dann den Tipp, mich im Benen-Diken-Hof bei Familie Johannsen zu bewerben. Nach zwei Wochen Praktikum wurde mir der Ausbildungsplatz zugesagt und ich freue mich bis heute riesig, dass ich in einem so großartigen Romantik-Hotel lernen kann.


Hätten Sie den Beruf auch ergriffen, wenn Sie nicht hier hätten lernen können?
Ich denke schon. Ich hätte dann allerdings in der weiteren Umgebung von Kiel gesucht, Hauptsache raus aus der Stadt. Die Wahl des richtigen Ausbildungsbetriebes halte ich für sehr wichtig und ich hätte so lange gesucht, bis ich ein Hotel gefunden hätte, das so privat, familiär und persönlich ist, wie dieses hier.


Wie wichtig ist es für Sie, dass Ihre Lehrstelle auf Sylt ist?
Die Lage des Ausbildungsbetriebs spielte für mich schon eine große Rolle. Ich wollte in Schleswig-Holstein bleiben und gerne ans Meer. Ich kannte die Insel zwar nur von einem Ausflug ins Schullandheim, wusste aber schon bei meinem Vorstellungsgespräch, dass ich mich hier wohl fühlen würde. Und nach einem stressigen Tag kann man hier besonders gut zur Ruhe kommen und abschalten.


Wie würden Sie Ihr Verhältnis zu den Ausbildern beschreiben?
Ich würde die Beziehung zu Familie Johannsen als respektvoll beschreiben. Trotzdem weiß ich, dass ich mit meinen Sorgen und Wünschen immer zu ihnen kommen kann – egal ob sie privater oder beruflicher Natur sind. Besonders schön finde ich, dass wir Azubis schon ein großes Maß an Verantwortung übernehmen dürfen und uns beweisen können – das erfordert viel Vertrauen.


Wie unterstützt Ihr Lehrbetrieb Ihre Ausbildung?
Die Ausbildung zur Hotelfachfrau beinhaltet viele verschiedene Stationen, vom Housekeeping und der Küche bis hin zum Service im Restaurant und dem Dienst an der Rezeption. Man kann also herausfinden, was einem besonders liegt und Spaß macht. In jeder Abteilung ermöglicht man uns verschiedene Seminare und Schulungen, wie zum Beispiel ein Tranchier-Seminar, Tee-Schulungen oder Kommunikations-Schulungen. Ich konnte mich hier auch zur Beraterin für deutsche Weine ausbilden lassen und leite das Mitarbeiter-Restaurant. Eine großartige Einrichtung, die man sonst kaum finden kann.


Wie würden Sie das Betriebsklima beschreiben?
Das Klima im Benen-Diken-Hof ist sehr familiär und ich fühle mich als kleiner Teil dieser Familie. Wir halten alle sehr zusammen und können auch nach stressigen Tagen mit schärferem Umgangston miteinander lachen. Besonders schön finde ich auch die Hilfsbereitschaft, die gerade unter uns Azubis zu finden ist.


Wie empfinden Sie Ihre Arbeitszeiten?
Da ich schon vor Ausbildungsbeginn in der Gastronomie gejobbt habe, war ich mir über die Arbeitszeiten im Klaren. Die variieren natürlich stark und hängen davon ab, in welcher Abteilung man gerade eingesetzt wird. Im Moment bin ich an der Rezeption und da haben wir von 8 bis 16.30 Uhr Dienst oder von 13 bis 21.30 Uhr.


Was macht Ihnen am meisten Spaß?
Ich liebe die besondere Atmosphäre in Hotels. Diesen Moment, wenn man sein Hotelzimmer zum ersten Mal betritt und alles sauber, schön und ordentlich ist und sorgsam für mich vorbereitet wurde. Dann kann man zur Ruhe kommen und den Aufenthalt einfach nur genießen. Genau dieses Gefühl möchte ich meinen Gästen vermitteln, und das macht mir am meisten Spaß.


Welche Fortbildungs- und Aufstiegschancen haben Sie?
Jede Abteilung bietet ihre Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Da ich am liebsten im Housekeeping bin, informiere ich mich derzeit über mögliche Aufstiegschancen in diesem Bereich. Dazu darf ich jetzt eine Woche zum Austausch in ein anderes Romantik-Hotel fahren, um dort neue Eindrücke und Erfahrungen zu sammeln.


Was ist das Besondere an Ihrem Ausbildungsbetrieb?
Ich denke, es ist die fundierte, sehr persönliche Ausbildung in einer familiären und freundlichen Atmosphäre, die meinen Ausbildungsbetrieb besonders macht. Zudem ist der Status der Romantik-Hotels ein besonderer, denn sie vermitteln Geborgenheit und Privatsphäre, wie man sie sich wünscht.


Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Ich würde mir wünschen, hier zu bleiben und in der Hauswirtschaftsabteilung eine Festanstellung zu bekommen, die mich jeden Tag wieder fordert und erfüllt. In weiterer Zukunft wäre vielleicht die Führung eines kleinen Hotels mein heimlicher Wunsch…



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