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"Ich habe verstanden": Ipsen verzichtet auf sein Mandat

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Nach Wahlschlappe für die SWG in der Gemeinde Sylt: Spitzenkandidat und Noch-Bürgervorsteher zieht Konsequenzen

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Morsum | Vier Jahre lang war er der oberste Repräsentant und das politische Gesicht der neuen Großgemeinde Sylt. Zwei Tage nach der Kommunalwahl und der deutlichen Schlappe seiner Sylter Wählergemeinschaft (SWG), hat Dirk Ipsen am Dienstag seiner Fraktion und der Gemeinde Sylt mitgeteilt, dass er das Mandat für die neue Gemeindevertretung nicht annehmen werde.

Wie berichtet war die SWG am Sonntag nur noch auf 20,5 Prozent der Wählerstimmen gekommen, nachdem sie 2009 bei der ersten Wahl nach der Fusion von Westerland, Sylt-Ost und Rantum mit 32,5 Prozent stärkste Kraft geworden war und Ipsen zum Bürgervorsteher gewählt wurde. Das gleiche Amt bekleidete er von 2008 bis zur Fusion in Sylt-Ost. Im Vorfeld der Kommunalwahl hatte der 71-jährige Unternehmer erklärt, die Geschicke der Gemeinde Sylt gerne weiter aktiv begleiten zu wollen, "wenn es gewollt ist".

Nach dem Wahlergebnis der SWG und seinem persönlichen Abschneiden als Direktkandidat in Morsum, wo er nach den Sieg 2009 diesmal mit 22,7 Prozent deutlich hinter CDU-Kontrahent Klaus Mungard (35,1 Prozent) landete, zog Ipsen nun die Konsequenzen. "Der Souverän hat entschieden und ich habe verstanden", erklärte Dirk Ipsen gegenüber der Sylter Rundschau. Da er sich nie als Politiker, sondern stets als erfolgsorientierter Unternehmer verstanden, dessen Aufgabe es sei, auf Schwachstellen hinzuweisen, gehe er jetzt weder im Groll noch breche für ihn irgendetwas zusammen.

In einer Pressemitteilung verkündete Ipsen gestern: "Ich schaue ohne Reue zurück auf sieben interessante und erlebnisreiche Jahre in der Politik. Ich bedanke mich bei allen Menschen aus Politik und Verwaltung, die meine Art die anstehenden Probleme aus der Sicht des Unternehmers anzugehen, mitgetragen haben. Ich wünsche der neuen Gemeindevertretung und allen Gremien für die Zukunft herzlichst glückliche und besonnene Entscheidungen zu Gunsten unserer Bürger. Diese junge fusionierte Gemeinde ist eine intelligente und erfolgreiche Gemeinde mit Zukunft, für die es sich gelohnt hat zu arbeiten und sich zu engagieren."

Der Sylter Rundschau erklärte Ipsen, der noch bis zur konstituierenden Sitzung der neuen Gemeindevertretung am 27. Juni Bürgervorsteher ist, dass er sich "einem klaren Auftrag der Wähler nicht entzogen hätte" und der SWG weiterhin erhalten bleibe. "Wenn es gewünscht ist, stehe ich auch gerne als bürgerliches Mitglied für den Finanzausschuss zur Verfügung." Nachdem der auf Listenplatz 1 geführte Ipsen sein Mandat nicht annehmen wird und der SWG sieben Sitze zustehen, rückt für ihn die auf Listenplatz 8 geführte Dürken Freier als Gemeindevertreterin nach.

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