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Hartnäckig : Hundefreunde wollen weiter demonstrieren

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Die Sylter Hundehalter haben den Kampf um "ihre" Auslauffläche am Flughafen noch nicht aufgegeben. Am Sonnabend, 2. August, wollen sie erneut für deren Erhalt demonstrieren - diesmal mitten in der Westerländer Innenstadt und mit möglichst vielen Urlaubern und deren Vierbeinern.

Westerland | Lässt sich die von Kreis, Land und EU geforderte Ausweisung der Wiesen- und Heidefläche am Nordwest-Rand des Flughafengeländes als FFH-Gebiet noch stoppen? Nur so, da sind sich Politiker wie auch Hundehalter einig, könnten die Hunde von Einheimischen wie Urlaubern auf dem weitläufigen Areal auch weiterhin nach Herzenslust und ohne Leine herumtollen.
Diskussion wird auf die Straße verlagert

Nachdem der vom Flugplatz-Zweckverband erarbeitete Kompromiss - Anleinpflicht auf der Heidefläche und Einrichtung einer 2,9 Hektar großen eingezäunten Auslauffläche (wir berichteten) - von vielen Hundehaltern kategorisch abgelehnt wird, der Zweckverband jedoch auf die Vorgaben von Land und EU verweist, soll die Diskussion nun auf der Straße ausgetragen werden.

Nach der ersten Hunde-Demo am 5. Juli am Flughafen hat Organisator Philipp Anton nun für nächsten Sonnabend (2. August, 15 Uhr, Start vor dem Rathaus) eine weitere Demonstration angemeldet - quer durch die Westerländer Innenstadt. "Wir wollen Druck auf die Sylter Gremien ausüben, damit sie auf Kreis, Land und EU einwirken, die Gebietsausweisung unter Hinweis auf die touristische Nutzung aufzuheben", erklärt Anton, der mit mindestens 200 Demonstranten plus deren Hunden rechnet.
Petra Reiber unterstützt die Hundehalter

Unterstützung hat er in dieser Woche von Westerlands Bürgermeisterin Petra Reiber erhalten, die sich ebenfalls dafür stark macht, das Gebiet aus dem FFH-Status herauszunehmen. "Wir sind mit den Hundehaltern gar nicht uneins, auch uns sind die Hunde am Flugplatz lieber als in der Stadt", erklärte sie gegenüber der Sylter Rundschau. Und kündigte an, prüfen zu lassen, ob im Hinblick auf die touristische Bedeutung auf eine Ausweisung verzichtet werden kann.

Dass man damit Hoffnungen wecke, die man vermutlich nicht erfüllen könne, fürchtet Manfred Uekermann, Vorsteher des Flugplatz-Zweckverbandes als kommunaler Eigentümer der Flächen. Er setzt vielmehr darauf, sich mit allen Beteiligten - Kommunen, Kreis, Land und Hundehaltern - an einen Tisch zu setzen, um über die Grundlagen der Entscheidung zu informieren und über mögliche Alternativen zu diskutieren. Er macht deutlich: "Der Verband steht nicht in der Verantwortung für die Ausweisung, sondern macht sich für die Interessen der Hundehalter stark. Darum werden auch wir nochmals aufs Land zugehen."
"Sylter Politik wachrütteln"

Wenn am 2. August in Westerland bellender Protest geübt wird, geht es den Hundefreunden nicht nur um den Erhalt der Auslauffläche. "Unser Ziel ist ein komplettes Hunde-Konzept für die ganze Insel", erklärt Philipp Anton. Für den Flughafen könne das auch eine Kombination von Hund und Kind bedeuten, mit einem Abenteuerspielplatz anstelle der eingezäunten Auslauffläche. "Sowas wird von der EU gefördert, man muss nur die Sylter Politik wachrütteln." Künftig wollen die Hundehalter monatlich in einem anderen Inselort demonstrieren - als nächstes in Kampen.

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erstellt am 25.Jul.2008 | 09:46 Uhr

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